Knapp 60 Kilometer freie Fahrt für Radler

Machbarkeitsstudie überprüft möglichen Radschnellweg zwischen Lüneburg und Hamburg

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In Göttingen sind Radschnellwege Realität. Ein Radschnellweg von Lüneburg nach Hamburg wird jetzt überprüft.

Lüneburg. Die Idee der Radschnellwege in der Metropolregion Hamburg kommt ins Rollen: Gutachter prüfen nun die insgesamt acht vorgesehenen Trassen rund um Hamburg, darunter auch Lüneburg-Winsen-Hamburg.

Die fünf beauftragten Ingenieurbüros sollen erarbeiten, welche konkreten Strecken wie umgesetzt werden könnten. Die jeweiligen Aufträge für die Untersuchungen der regionalen Routen wurden zuvor auf kommunaler Ebene in Kooperation mit der Metropolregion vergeben. „Bei den Planungen sollen auch die Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot geholt werden“, erläutert Inga Masemann, zuständig für das Projekt im Landkreis Lüneburg. „Sie bekommen voraussichtlich gegen Ende des Jahres die Möglichkeit, online ihre Ideen und Wünsche zu den Radschnellwegen einzubringen. “.

Für die Trasse von Lüneburg nach Hamburg sieht der grobe Streckenverlauf folgendermaßen aus: Von der Salzstadt soll es auf möglichst direktem Weg über Winsen, Stelle, Seevetal und Harburg in die Hafenstadt gehen. Mit knapp 60 Kilometern wäre diese Route die längste Einzelstrecke innerhalb des Radschnellwegenetzes. Damit Radfahrer auch sicher unterwegs sein können, sind breite Fahrbahnen vorgesehen: Sie sollen Platz für zwei Fahrtrichtungen bieten, dazu kommt ein Bereich für Fußgänger. Wichtig bei den Planungen ist, dass ein einheitliches Erscheinungsbild für alle Radschnellwege in der Metropolregion gilt. Deswegen wird parallel zu den Machbarkeitsstudien ein Planungs- und Gestaltungshandbuch erarbeitet.

Mit den Machbarkeitsstudien verfolgt die Metropolregion Hamburg das Ziel, die Attraktivität des Radfahrens weiter zu steigern. Die Planungen sind Bestandteil des derzeit größten länderübergreifenden Radschnellwege-Projektes in Deutschland.

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