Bebauungspläne für insgesamt fünf Gebiete sollen aufgestellt werden

Kleine Flächen für die Dorfentwicklung

Zwischen Wichmannsburg und Bienenbüttel liegt eine der möglichen Flächen für eine Wohnbebauung. Grünen-Ratsherr Reinhard Schelle-Grote kann sich hier auch sozialen Wohnraum vorstellen.
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Zwischen Wichmannsburg und Bienenbüttel liegt eine der möglichen Flächen für eine Wohnbebauung. Grünen-Ratsherr Reinhard Schelle-Grote kann sich hier auch sozialen Wohnraum vorstellen.

Bienenbüttel – Die Zeit drängt. Noch bis zum Ende des Jahres können Gemeinden Bebauungspläne nach einem vereinfachten Verfahren aufstellen. Danach fällt der Paragraf 13 b im Baugesetzbuch wohl weg.

Der Bauausschuss hat daher jetzt empfohlen, für insgesamt fünf Flächen Bebauungspläne in diesem vereinfachten Verfahren aufzustellen. Dabei müssen sie laut Bauamtsleiterin Inga Heitmann bestimmte Bedingungen erfüllen. Die Flächen dürfen nicht größer als 10 000 Quadratmeter sein. „Alle Flächen sind auf Grundlage des Arbeitskreises Flächennutzungsplan ins Blickfeld gerückt“, sagte Inga Heitmann. Die Gebiete befinden sich in Bienenbüttel, Edendorf, Hohenbostel, Niendorf und Rieste.

Die Gemeinde hat bis zum 31. Dezember 2021 Zeit, die entsprechenden Bebauungspläne aufzustellen. Ansonsten müsste ein neues Verfahren begonnen werden, erklärte Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Dass alle Flächen auch wirklich bebaut werden, stehe auch noch nicht fest, betonte der Verwaltungschef.

Bienenbüttel

Die Fläche befindet sich nördlich Poststraße zwischen Bienenbüttel und Wichmannsburg. Vorgeschlagen wird eine offene Bebauung mit Einzelhäusern und maximal zwei Wohneinheiten pro Haus. Reinhard Schelle-Grote schlug vor, die Fläche auch als möglichen Standort für sozialen Wohnraum in Betracht zu ziehen. Das Areal sei dafür grundsätzlich gut geeignet. Die Erschließung des Baugebiets kann laut Verwaltung über die Poststraße erfolgen.

Edendorf

Westlich der Straße „Im Mittelfelde“ in Edendorf ist eine weitere Fläche ins Auge gefasst worden. Dabei handelt es sich um ein Areal, das ursprünglich parallel zum Kuhlfeld geplant wurde und später separat weitergeführt wurde. Das Verfahren über Paragraf 13 b sei günstiger und ersetze das alte, erklärte Franke.

Vorgeschlagen werden auch hier Einzelhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten je Wohngebäude. Im Süden des Plangebiets soll der Übergang in die offene Landschaft durch eine standortheimische Bepflanzung gestaltet werden. Die Erschließung erfolgt dann über die Straße „Am Mittelfelde“.

Hohenbostel

In Hohenbostel sollen Flächen auf beiden Seiten der Straße Seyerberg als Bauland ausgewiesen werden. Auch hier wird eine offene Bauweise mit Einzelhäusern und maximal zwei Wohneinheiten je Wohngebäude vorgeschlagen. So solle sich die neue Bebauung gut in die bestehende Siedlungsstruktur einfügen. An den Rändern des Gebiets erfolgt dann eine Bepflanzung mit ortstypischen Pflanzen.

Niendorf

Eine bereits von drei Seiten mit Bebauung umgebene Fläche soll in Niendorf überplant werden. Sie befindet sich östlich des Heidwegs und nördlich der Niendorfer Hauptstraße. Da sich die Fläche aber trotzdem zu großen Teilen im Außenbereich befindet, muss dafür ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Der Standort sei vor allem wegen der umgebenden Wohnbebauung planerisch interessant, erklärte Inga Heitmann.

Rieste

Das potenzielle Bauland in Rieste befindet sich zwischen den Straßen „Am Vogelsberg“ im Westen und „Grüner Weg“ im Osten. Das Areal war schon einmal Gegenstand von Planungen während der ersten Entwürfe zum Baugebiet Kuhlfeld, wurde dann aber zunächst zurückgestellt. Die Erschließung kann durch Anbindung an die Straße „Am Vogelsberg“ oder die Straße „Grüner Weg“ erfolgen.

VON LARS LOHMANN

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