Großer Andrang auf den Bücherbasar beim Bienenbütteler Weihnachtsmarkt

Klein, fein und integrativ

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Der 22-jährige Syrer Issa Samo (zweiter von links) verkaufte auf dem Bienenbütteler Weihnachtsmarkt Kekse.

Bienenbüttel. Er gehört zwar für die Frauenzeitschrift „Für Sie“ weder zu den Schönsten seiner Art, noch hat er es unter die Top-10 des Reisejournals „Geo“ geschafft, besitzt aber dennoch seinen eigenen, ganz besonderen Reiz:

Der kleine, aber feine Weihnachtsmarkt in Bienenbüttel, der am Nikolaus-Vorabend wieder zahlreiche kleine und große Besucher zum festlichen Budenzauber auf den Rathausplatz lockte.

„Kekse! Leckere Kekse!“, preist Issa Samo am Stand des örtlichen Unterstützerkreises für Flüchtlinge immer wieder verführerisch seine selbstgebackenen und liebevoll verpackten Süßigkeiten aus der Gemeindehausküche an und es sind längst nicht die einzigen deutschen Worte, die er mittlerweile beherrscht.

Der 22-jährige Syrer, der vor fünf Monaten mit seiner Familie aus der Erstaufnahmestelle Friedland nach Bienenbüttel kam und drei Mal in der Woche einen Deutschkurs an der Volkshochschule besucht, hat Großes vor: „Ich habe bereits in meiner Heimat das Abitur gemacht und hoffe, hier bald studieren zu können.“

Riesenandrang auch im Rathaus, wo über 7000 Bücher, die die Bürgerstiftung Bienenbüttel im Rahmen ihrer schon traditionellen Spendenaktion gesammelt hatte, auf neue Besitzer warteten (AZ berichtete). Und das nicht allzu lange: „Es gab da so Insider, die standen schon vor Eröffnung vor der Tür und scharrten mit den Hufen, um schließlich mit vier Plastiktüten voller Bücher wieder herauszugehen“, freute sich Stiftungsvorsitzender Heinz-Günter Waltje, der am Nachmittag einigen der von der Bürgerstiftung in diesem Jahr mit insgesamt 4400 Euro unterstützten Vereinen, Verbänden und Organisationen feierlich einen Scheck überreichte.

Von Marcus Kieppe

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