Verwaltungsgericht Lüneburg gibt Frau Recht, die ihre 3,7 Hektar Wald und Wiesen bei Thomasburg zum befriedeten Bezirk erklären will

Klägerin braucht Jagd auf ihrem Land nicht zu dulden

stk Lüneburg. Müssen Landeigentümer dulden, dass auf ihrem Land gejagt wird? Eine Frau hat vor dem Landgericht Lüneburg dagegen geklagt und Recht bekommen.

Weil sie nicht wollte, dass auf ihren 3,7 Hektar Wald und Wiesen zwischen Wiecheln und Ellringen bei Thomasburg Tiere getötet werden, hatte sie im Januar 2015 beim Landkreis Lüneburg beantragt, einen sogenannten befriedeten Bezirk auszuweisen. Das macht ein bereits 2013 in Paragraf sechs des Landesjagdgesetzes aufgenommener Passus möglich. Die Behörde hatte den Antrag abgelehnt, weil vermehrt Verkehrsunfälle und Wildschäden zu befürchten seien. Die Richter hatten keine Zweifel an den ethischen Beweggründen der Frau. Drei Wildunfälle in drei Jahren seien zudem nicht ungewöhnlich. Und Wildschäden auf Feldern der Umgebung ließen sich nicht belegen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare