Bauarbeiten für neue Krippe in Steddorf haben begonnen / 15 Plätze entstehen in privater Initiative

Kinderparadies unter Eichen

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Noch ist nicht viel vom Krippenanbau am Kinderhof Steddorf zu sehen. Ab Oktober sollen dort laut Martina Kirschke 15 ein- bis dreijährige Kinder ihren Platz finden.

Steddorf. Das Fundament ist gegossen und eine erste Mauer hochgezogen, der Anbau am Naturkindergarten Kinderhof Steddorf nimmt langsam Gestalt an. In den neu entstehenden Räumen sollen dann ab 1. Oktober 15 Krippenkinder ihren Platz finden.

„Als nächstes wird der Durchbruch zum alten Gebäude erfolgen, um eine Verbindung zum Kindergarten zu schaffen“, erklärt Leiterin Martina Kirschke.

Der Neubau selbst wird im Holzrahmenbau errichtet. Dort entstehen auf insgesamt 110 Quadratmetern Fläche ein Gruppenraum sowie ein Schlaf- und Spielraum für 15 Krippenkinder. Doch auch im Altbau laufen Renovierungsarbeiten. Türen werden verbreitert, ein Schornstein muss noch für den Durchbruch zum Neubau abgetragen werden und der Zugang zur Mietwohnung im Dachgeschoss muss noch so sichergestellt werden, dass von dort kein Zutritt zum Kindergartengelände möglich ist. „Das in drei Wochen bis zum Ende der Sommerferien zu schaffen, ist schon sportlich“, sagt Martina Kirschke. Momentan liege man im Soll.

„Der Bedarf an Krippenplätzen wird immer größer und ist auch immer früher da“, sagt Kirschke auch mit Blick auf die Entwicklungen in Bienenbüttel und des Kinderhofes. 2010 hatte die gelernte Erzieherin neben ihrem Sohn auch für zwei Tage in der Woche ein Tageskind übernommen. Schon ein Jahr später kam eine Kollegin hinzu und 2012 wurden schon zehn Kinder betreut. Mit Eröffnung der Krippe werden dann laut Martina Kirschke künftig sechs Mitarbeiter und vier Vertretungskräfte beim Kinderhof angestellt sein. „Dass es sich so entwickelt, hätte ich nie gedacht“, sagt sie.

Doch nicht nur Personal muss gefunden werden, sondern auch die Einrichtung der Krippe – vom Wickeltisch bis zu den Stühlen – wird zurzeit besorgt. Einen Teil der Kosten trägt das Land Niedersachsen das 180.000 Euro zuschießt. Die genauen Endkosten ließen sich aber noch nicht endgültig abschätzen, so Martina Kirschke. Kalkuliert waren 240.000 Euro.

Die Kinder der Krippengruppe selbst sollen laut der Leiterin in abgespeckter Form das gleiche erleben wie die Kindergartenkinder. „Sie sollen täglich draußen sein und jedes Wetter miterleben“, sagt Martina Kirschke. Wenn es mal zu regnerisch oder kalt sei, gehe es in die neuen Räume. Ansonsten sollen sie an zwei Tagen in der Woche die Fütterung der Tiere übernehmen und sich um ein eigenes Gemüsebeet kümmern. „Viele Kinder kennen es heute leider nicht mehr, in Matsch oder Heu zu spielen.“

Von Lars Lohmann

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