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Steddorf: Kinder sollen von maskiertem Unbekannten erschreckt worden sein

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Von: Jannis Wiepcke

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Hasenmaske
Laut Beschreibung eines Anwohners soll die Maske, die der Unbekannte in Steddorf getragen haben soll, dem hier abgebildeten Modell geähnelt haben. © Annette Riedl

In der vergangenen Woche sollen in Steddorf mehrmals Kinder von einem Unbekannten mit einer Hasen-Maske erschreckt worden sein. In einem der Fälle wurde das Kind laut einem Anwohnern von der Person verfolgt.

Steddorf - Aufregung im beschaulichen Steddorf: Ein Anwohner berichtet auf Facebook darüber, dass seine Tochter am vergangenen Wochenende im Kernort von einem unbekannten Mann mit einer gruseligen Hasenmaske erschreckt worden sein soll. Erst sei sie „mit einem hämischen Lachen“ aus einem Gebüsch heraus begrüßt und danach sogar verfolgt worden. Die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen bestätigt gegenüber der AZ, dass dieser und ein ähnlicher Vorfall aus Steddorf gemeldet worden seien.

„Wir haben darüber Kenntnis und werden nun sicherlich genauer hinschauen“, erklärt Polizeipressesprecher Kai Richter und kündigt häufigere Kontrollen im Ort an. Laut Anwohnern soll bereits in der vergangenen Wochenmitte ein Kind im Kindergarten-Alter von einer maskierten Person in schwarzer Kleidung erschreckt worden sein, bevor dann am Sonnabendmittag gegen 13 Uhr ein zwölfjähriges Mädchen dem unheimlichen Unbekannten über den Weg gelaufen sein dürfte.

Anlass zu großer Sorge sieht der Polizeisprecher derzeit aber nicht gegeben. So ernst man die Hinweise auch nehme, gelte erst einmal zu bedenken, dass mit dem bloßen Erschrecken einer Person kein Straftatbestand erfüllt worden sei, sagt Richter. Die Erfahrung habe zudem gezeigt, dass sich eine Vielzahl derartiger Sichtungen nicht bestätige – oder aber auf andere Faktoren, wie etwa den zeitlichen Zusammenhang mit dem Halloween-Fest am 31. Oktober, zurückzuführen sei.

Auf den ersten Blick erinnern die Vorkomnisse an die deutschlandweiten Sichtungen von sogenannten „Horror-Clowns“ – also Personen, die sich mit gruseligen Clownskostümen verkleiden und anderen Menschen auflauern, um diese dann zu erschrecken. Hier hat es laut Richter seit Beginn der großen „Hysterie“, die im Jahr 2016 ihren Anfang nahm, lediglich ein einziges strafrechtliches Ermittlungsverfahren im Landkreis Uelzen gegeben.

Vor rund zwei Jahren hatte eine Autofahrerin am beschrankten Bahnübergang am Gemeindeverbindungsweg in Klein Bollensen halten müssen. Plötzlich tauchte aus der Dunkelheit an ihrem Auto eine Person, vermutlich ein Mann, auf. Dieser trug eine Horrorclown-Maske, dazu eine schwarze Hose, schwarze Schuhe und einen Kapuzenpullover. Die Frau stieg aus ihrem Pkw aus, um sich Distanz zu dem Unbekannten zu verschaffen. Dieser näherte sich in der Folge der Frau, sodass diese sich zur Wehr setzte. Der maskierte Unbekannte flüchtete daraufhin über einen Feldweg in Richtung Stederdorf. Ein Täter konnte bis heute nicht ermittelt werden.

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