Krippengruppe beim evangelischen Kindergarten in Bienenbüttel eröffnet

Kinder in neuem Anbau

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Kindergartenleiter Heiko Metzler begrüßte die Gäste, eine Gruppe aus Kindergartenkindern (Hintergrund) sang ein Willkommenslied. Metzler betonte die positive Zusammenarbeit in der kurzen Bauzeit.

Bienenbüttel. Die neue Kinderkrippe am Kindergarten der evangelischen Gemeinde in Bienenbüttel ist eingeweiht. Gestern haben Architekten, Kindergartenleitung, Verwaltung und Eltern mit Kindern und Erziehern die neuen Räume eröffnet.

Genutzt wird die Krippengruppe bereits seit einem Monat. „Pünktlich wie geplant“, sagte Kindergartenleiter Heiko Metzler bei der Begrüßung und erlaubte sich mit Blick auf Berlin den Zusatz: „Wir sind ja auch kein Flughafen.“ Im AZ-Gespräch am Rande erklärte er auch die umfangreichen Vorbereitungen mit der Landesschulbehörde und dem Brandschutz, die organisiert werden mussten und aufeinander abgestimmt werden mussten, bevor schließlich im Mai mit dem Bau begonnen wurde. Dennoch sei das Errichten des kleinen Anbaus schnell gegangen. „Das geht nur, wenn man die Zusammenarbeit gut verkoppelt“, sagte so auch Pastor Jürgen Bade bei seiner Festrede. Er erklärte, dass es eine große Hilfe gewesen sei, einen eigenen Krippenausschuss für die Planung gehabt zu haben.

Wichtig für die Kinder, so Bade, sei bei der ganzen Planung gewesen: der Durchblick am Zaun zu den Hühnern der Nachbarn, Rita und Helmut Meyer. Die waren ebenfalls zu der Eröffnung eingeladen, zeigten den Zaun, das Hühnergatter. Und sie werden demnächst einen Hundewelpen haben, kündigten sie an – vermutlich neben den Hühnern den nächsten Superstar unter den Kindern am Zaun.

In seinem Grußwort erklärte Bürgermeister Dr. Merlin Franke, dass Rat und Verwaltung mit dem Bau einer zweiten Krippe – nach der Gruppe am DRK-Kindergarten – deutlich unterstrichen haben: „Bienenbüttel ist eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde.“ Denn das seien Investitionen in die Zukunft. Das Angebot richte sich vor allem an Eltern, die beide berufstätig sind oder sein wollen sowie an Alleinerziehende – hier bestünde großer Bedarf. „Der Rat der Gemeinde Bienenbüttel hat diese gesellschaftlichen Veränderungen erkannt und, wie man sehen kann, agiert statt reagiert“, sagte er. Ein Platz in der Krippe ist noch frei. Die Lorbeeren für die Kommune wollte er aber teilen: Sein Vorgänger Heinz-Günter Waltje war ebenfalls bei der Eröffnung dabei. Er sei derjenige, so Franke, „der den Bau maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat“. Waltje erzählte auch am Rande kurz vom Beginn der Planungen im Herbst 2012. Zuvor habe man sich geeinigt, nach der Einrichtung einer Krippengruppe im DRK-Kindergarten auch eine nächste notwendige Krippe dann im evangelischen Kindergarten einzurichten. Denn bei dem Übergang von der Krippe in den Kindergarten neige man als Eltern und auch Kind dazu, das bisher vertraute Gebäude zu wählen und somit auch in der Einrichtung zu bleiben, in der man auch zur Krippe gegangen ist.

Die Einheitsgemeinde hatte für den neuen Anbau 160 000 Euro investiert. Wegen geburtenstarker Jahrgänge und der Pflicht, ein Angebot für unter Dreijährige vorzuhalten, sind übergangsweise auch Kindergartenkinder in Räumen im Gemeindehaus untergebracht. Derzeit befragt die Kommune Eltern nach detaillierten Betreuungswünschen.

Von Kai Hasse

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