Krankenkasse verweigert Bärbel Ramünke trotz Schwerbehindertenausweis die Kostenerstattung

Kein Geld fürs Taxi zum Arzt

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Der Schwerbehindertenausweis nützt Bärbel Ramünke nichts: Für die Taxifahrt zum Arzt in Lüneburg gibt es kein Geld von der Krankenkasse, obwohl die Bienenbüttelerin keinen Bus benutzen kann. Foto: Sternitzke

Bienenbüttel. Eigentlich ist Bärbel Ramünke vom Schicksal genug geschlagen: Erst wurde ihr ein Unterleibstumor herausoperiert, dann musste sie Bestrahlung und Chemotherapie wegen Lymphdrüsenkrebs über sich ergehen lassen, schließlich wurden ihr wegen eines Verschlusses 30 Zentimeter Darm herausoperiert.

Eine lange Narbe zeigt, wie sie bei der Operation regelrecht der Länge nach aufgeschlitzt wurde.

Die 62-Jährige hat den Lebensmut dennoch nicht verloren, schreibt regelmäßig Gedichte, die sie in gebundener Form bei ihren Nachbarn verteilt.

Doch die Folgen der Behandlungen prägen ihr Leben bis heute. Umso mehr ärgert es sie, dass sie von ihrer Krankenkasse, wie sie findet, nicht ausreichend unterstützt wird. Die weigert sich, die Taxikosten für Arztbesuche in Lüneburg zu übernehmen.

Was Bärbel Ramünke trotz Schwerbehinderten-Ausweis mit einem Grad von 100 Prozent fehlt, ist die Buchstabenkombination AG (außergewöhnlich gehbehindert) oder eine Pflegestufe. [...]

Von Gerhard Sternitzke

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