Bewerbungen liegen im Bienenbütteler Rathaus vor / Haushaltsbeschluss 2017 erst im zweiten Quartal

Kämmerer dringend gesucht

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Das neunmonatige Fehlen eines Kämmerers macht sich in den Haushaltsplanungen 2017 der Gemeinde Bienenbüttel bemerkbar: Voraussichtlich erst im zweiten Quartal wird der Etat beschlossen werden können.

Bienenbüttel. Ein Dreivierteljahr lang ist der Posten des Kämmerers bereits vakant, seit Frank Hagel im April letzten Jahres nach internen Differenzen das Bienenbütteler Rathaus verlassen hat.

Mittlerweile leitet der ehemalige Schatzmeister in der Samtgemeinde Gellersen das Ordnungsamt. Seitdem wurde der Posten nicht neu besetzt. Das könnte sich jedoch bald ändern, wie die AZ auf Nachfrage aus Fraktionskreisen erfuhr.

„Es gab Ende des letzten Jahres eine Stellenausschreibung“, berichtet Christopher Tieding, Fraktionvorsitzender der CDU, „und es sind auch Bewerbungen eingegangen.“ Er geht davon aus, dass diese Personalentscheidung Thema bei der nächsten Sitzung des nichtöffentlichen Verwaltungsausschusses am Dienstag, 17. Januar, sein wird. „Ob es da schon zu einer Entscheidung kommt, kann ich nicht sagen“, so Tieding. „Auf Dauer ist ein Kämmerer nicht zu ersetzen.“

Ein neuer Kämmerer sei dringend notwendig, um die Planungen für den Haushalt 2017 voranzutreiben. Während der Etat 2016 fristgerecht im Vorjahr verabschiedet werden konnte, hängt die Gemeinde in diesem Jahr dem Zeitplan hinterher. Bürgermeister Dr. Merlin Franke bestätigt: „Wir gehen aktuell vom zweiten Quartal aus.“

Dass es in diesem Jahr mit dem Beschluss länger dauert, hat Reinhard Schelle-Grote von den Grünen bereits befürchtet: „Das war uns allen klar.“ Erst, wenn der Haushalt beschlossen sei, werde sich zeigen, ob das Fehlen eines Kämmerers die Haushaltsplanungen behindert habe.

Arnold Witthöft, Fraktionschef der SPD, findet: „Die Sitzungsvorlagen waren bisher trotzdem einwandfrei.“ Doch auch ihm ist klar, dass „es sich bemerkbar macht, wenn kein Kämmerer da ist“. Deshalb sei es wichtig, dass möglichst zeitnah ein passender Kandidat ausgewählt werde: „Gutes Personal ist ja meistens noch irgendwo beschäftigt, und es gibt Kündigungsfristen. Bis jemand kommt, werden sicher noch ein paar Wochen ins Land ziehen.“ Eine gewisse Einarbeitungszeit brauche der künftige Schatzmeister auch.

„Ich freue mich auf den neuen Kollegen“, sagt Mathias Jeßen, Sprecher der Kommunalpolitischen Alternative (KA). Zwar habe es die Gemeindeverwaltung geschafft, das finanzielle Tagesgeschäft in den vergangenen Monaten am Laufen zu halten: „Jeder hat mitgeholfen und ein paar Aufgaben mehr übernommen.“ Doch gerade in diesem Jahr, in dem die Umstellung auf doppelte Buchführung mit der Eröffnungsbilanz abgeschlossen wird, hätte ein Finanzchef der Gemeinde gut zu Gesicht gestanden, findet er.

Von Sandra Hackenberg

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