Bienenbüttels Rat hat Ende festgelegt: Ab 2014 wird Jugendarbeit im Rathaus organisiert

Jugendzentrum schließt die Türen

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Wer zieht in das Juz ein? Ende des Jahres wird das Haus geschlossen. Danach wird es zum Verkauf angeboten.

Bienenbüttel. Nun ist es amtlich: Das Bienenbütteler Jugendzentrum (Juz) wird Ende des Jahres geschlossen. Das hat der Rat der Einheitsgemeinde während seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Bisher hatten nur Verwaltungs- und Jugendausschuss eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen (die AZ berichtete). Jetzt steht fest: Jugendliche werden fortan nicht mehr zu Angeboten in der Ebstorfer Straße gehen, sondern ihre Anliegen im Rathaus besprechen – mit dem Jugendbeauftragten, den politische und kirchliche Gemeinde zusammen finanzieren.

Die Idee: Das Jugendzentrum wird, wie berichtet, zum Ende des Jahres geschlossen und die Betreibervereinbarung für das Jugendzentrum mit dem Herbergsverein Lüneburg fristgerecht gekündigt. Ratsvorsitzender Hans-Jürgen Franke (KA = Kommunalpolitische Alternative) erinnerte daran, dass in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche zwischen dem Herbergsverein als Betreiber des Juz, der Kirchengemeinde Bienenbüttel und der Gemeindeverwaltung über den Betrieb des Juz und der gemeindlichen Jugendarbeit stattgefunden haben. Das neue Konzept samt Juz-Schließung sei in enger Absprache mit allen Beteiligten entwickelt worden. Der derzeitige Leiter des Juz, Maximilian Eggeling, kann ab dem 1. Januar 2014 als politischer und kirchlicher Gemeindejugendbeauftragter eingesetzt und beim Herbergsverein beschäftigt werden. Die Aufgaben des Jugendbeauftragten sollen unter anderem grundsätzlich ein wöchentliches Angebot in der Schule umfassen, ein Jugendforum implementieren, Ferienbetreuung und eine Vernetzung der Jugendarbeit zwischen Vereinen, Verbänden und Kirchen. Konkrete Inhalte des Vertrags sollen noch im Verwaltungsausschuss festgelegt werden, der übrigens nicht öffentlich tagt.

Obwohl der Einwurf kam, dass die Entscheidung zu schnell und zu kurzfristig über den Zaun gebrochen, der Rat vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei, machte Ratsherr Udo Hinrichs (CDU) deutlich, dass dieses nicht der Wahrheit entspreche. Das Problem wurde sowohl im Ausschuss für Jugend, Sport, Senioren und Soziales als auch im Verwaltungsausschuss beraten. „Wir sind an Termine gebunden und alles ging 100-prozentig durch“, so Hinrichs.

Bei einer Enthaltung beschloss der Rat, die Jugendarbeit künftig auf neue Beine zu stellen. Seit 2009 hatten politische und kirchliche Gemeinde zusammen mit dem Herbergsverein die offene Jugendarbeit in Bienenbüttel gestaltet.Vom 1. Januar 2014 an wird die Gemeinde 12 000 Euro im Jahr für die Stelle des Gemeindejugendbeauftragten zahlen. Damit übernimmt die Einheitsgemeinde die Hälfte der halben Stelle. Der Rest wird von der Kirche getragen. Zusätzlich schießt Bienenbüttel 6000 Euro für Sachkosten zu.

Das Gebäude an der Ebstorfer Straße soll nun auf dem Immobilienmarkt zum Verkauf angeboten werden dem stimmte der Bienenbütteler Rat grundsätzlich zu.

Von Gudrun Kiriczi

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