Mitten im Dorfleben

Die Jugendfeuerwehr Edendorf organisiert Feste und sucht neue Mitglieder

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Acht Jungen und Mädchen sind zurzeit Mitglied der Edendorfer Jugenfeuerwehr. Hier stehen sie vor dem alten Feuerwehrhaus, das von der Jugendwehr genutzt wird.

Edendorf – Konzentriert gehen die sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr Edendorf zu Werk. Mit geübten Handgriffen bringen sie die Tragkraftspritze in Einsatzbereitschaft.

„Das Ziel ist, die Jugendlichen für die aktive Feuerwehr zu begeistern“, sagt der Leiter der Jugendfeuerwehr Jan Iwert über sein Ehrenamt. Wie auch bei vielen anderen Wehren werde es zunehmend schwieriger, genügend Einwohner für die Freiwillige Feuerwehr zu motivieren.

Zurzeit machen acht Jungen und Mädchen bei der Jugendfeuerwehr mit. „Es waren auch schon einmal über 30“, erinnert sich die langjährige Leiterin der 1978 gegründeten Jugendfeuerwehr Inge Schmidt. Genau wie andere Vereine mit Nachwuchssorgen müsse man sich eben etwas einfallen lassen, um für die Jugendfeuerwehr zu begeistern. So haben die Mitglieder mit dem alten Feuerwehrhaus inzwischen ihre eigenen Räume, für die sie auch die Verantwortung tragen. „Sie lernen hier nicht nur etwas über die Feuerwehr, sondern auch Teamgeist und was man gemeinsam alles erreichen kann“, sagt Iwert. Dazu werden auch Kanutouren organisiert oder wie dieses Jahr ein einwöchiges Zeltlager in Arendsee geplant.

„Ich treffe mich hier mit Freunden und lerne gleichzeitig viel über die Feuerwehr“, sagt Marie. Ihr gefalle auch, dass die Dienste immer sehr abwechslungsreich sind. Hauke und Lars haben vor allem viel Spaß bei der Jugendfeuerwehr. „Man erlebt viel. Wir haben schon eine Kanufahrt gemacht und vieles mehr erlebt“, berichtet Lars.

Auch aus dem Dorfleben ist die Jugendfeuerwehr nicht wegzudenken. So verteilen die Jugendlichen Pfingstbäume im Ort und holen sie wieder ab, richten ein Dorffest aus und helfen bei Laternenumzug und Osterfeuer.

Das sei natürlich sehr zeitaufwendig, aber mache auch eine Menge Spaß und das wiege den Aufwand allemal auf, sagt Iwert. Zurzeit wird er von Paul Henckel bei seiner Arbeit mit den Kindern unterstützt. Einen Stellvertreter habe er leider nicht, so der der zweifache Familienvater. Der jeden Donnerstag nach seinem Feierabend bei der Bundeswehr schnell nach Hause fährt und sich umzieht, um Punkt 17.30 Uhr mit den acht Jungen und Mädchen Dienst zu schieben. Wer mitmachen will, kann einfach reinschnuppern.

VON LARS LOHMANN

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