Mit Maschinenpistole auf Autohändler im Kreis Celle geschossen

Prozess um Ehrenmord in Wietze: 38-jähriger Jeside in Lüneburg vor Gericht

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Dem Angeklagten werden beim Prozess die Handschellen abgenommen.

stk Lüneburg. Vor dem Landgericht Lüneburg beginnt heute der Prozess wegen eines versuchten Ehrenmords. Dem Jesiden Feridun K. wird vorgeworfen, im Juli vergangenen Jahres auf einen Autohändler in Wietze im Landkreis Celle geschossen zu haben, weil dieser ein Verhältnis mit seiner Schwester hatte.

Laut Staatsanwaltschaft wollte der 30-Jährige die Familienehre wiederherstellen. Das Opfer wiegte sich zunächst in Sicherheit. Laut Staatsanwaltschaft hatte K. jedoch in der Nähe von einem Mitangeklagten, einem 41-Jährigen, eine Maschinenpistole deponieren lassen. Mit diesem habe er aus nächster Nähe auf den Autoverkäufer gezielt und abgedrückt.

Der Mann sei zusammengebrochen, habe aber aufstehen können. Darauf habe der Jeside zwei weitere Male abgedrückt, es sei jedoch keine Patrone mehr im Magazin gewesen. Am heutigen ersten Prozesstag werden zwei Zeugen gehört, dabei handelt es sich um das Opfer und um die Schwester des angeklagten. Die Tatwaffe wurde nach einem Hinweis des älteren angeklagten, der sie auch beschafft hatte, gefunden.

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