Neues Wohnen an der alten Vogtei

Investor stellt Pläne für Grundstück in Bienenbüttels Ortskern vor

Unmittelbar hinter der alten Vogtei in Bienenbüttel sollen Mehrfamilienhäuser entstehen. Dabei handelt es sich laut den Investoren um 24 Mietwohnungen.
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Unmittelbar hinter der alten Vogtei in Bienenbüttel sollen Mehrfamilienhäuser entstehen. Dabei handelt es sich laut den Investoren um 24 Mietwohnungen. 

Bienenbüttel – Wenn alles nach Plan verläuft, werden ab Oktober die Baumaschinen an der Poststraße in Bienenbüttel rollen und es wird unmittelbar neben der alten Vogtei neuer Wohnraum entstehen.

„Im ersten Step werden zwei Mehrfamilienhäuser mit je zwölf Wohneinheiten gebaut“, kündigte jetzt Thorsten Friede, Geschäftsführer der Friede Bauzentrum GmbH aus Bardowick, im Bauausschuss der Einheitsgemeinde an. Er rechnet momentan mit einer Bauzeit von 24 Monaten für das Projekt. Die Häuser werden gemeinsam mit dem Bienenbütteler Investor Thomas Gläsel, Geschäftsführer der Ilmenauufer GmbH, errichtet, der auch die benachbarte alte Vogtei erworben hat.

„Das Bauen im Ortskern ist eine herausfordernde Aufgabe“, sagte Friede. Die Gebäude würden an einem der markantesten Plätze des Ortes in unmittelbarer Nähe zur Kirche errichtet. Daher habe man in enger Abstimmung mit der Gemeinde die Gebäude gestaltet. „Wir wollen den Fleck vernünftig auf Vordermann bringen“, sagte Friede im Ausschuss. Geplant sind Häuser im hanseatischen Stil, die in drei verschiedenen Rottönen verklinkert sind. Entstehen sollen Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen für Familien. „Es sollen keine Spekulationsobjekte werden, die Wohnungen werden vermietet“, erklärte Friede den Anwesenden.

Das Ziel sei auch, alte Bausubstanz zu erhalten. So wird das alte Bierbrauhaus der ehemaligen Gastwirtschaft Moritz in ein Fahrradhäuschen umgebaut. Eine historische Scheune auf dem Gelände soll außerdem erhalten bleiben. Sie wird in eine Garage mit zwölf Stellplätzen umgebaut. Hinzu kommen noch einmal Stellplätze vor den Häusern. Zusätzlich wird ein öffentlich zugänglicher Weg parallel zur Ilmenau angelegt, berichtete Friede.

Laut Bürgermeister Merlin Franke werden alle Details in einem städtebaulichen Vertrag genau geregelt. „Wir haben uns abgestimmt und Vorgaben gemacht, die mit dem städtebaulichen Vertrag abgesichert werden“, sagte der Verwaltungschef.

Das vorgestellte Projekt stieß auch bei den Mitgliedern des Bauausschusses auf Zustimmung. Die Planungen seien gelungen, befand etwa Reinhard Schelle-Grote (Grüne). Karl-Heinz Braunholz von der Kommunalpolitischen Alternative erklärte, dass sich mit den vorgestellten Plänen ein für den Ort bedeutendes Projekt auf den Zielgeraden befinde.

Laut Gläsel ist inzwischen auch ein Bauantrag für die alte Vogtei gestellt worden. Auch dort sollen Wohnungen entstehen.

VON LARS LOHMANN

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