Gut besuchte Vernissage: Kulturverein Bienenbüttel stellt Bilder von Katja Schaefer-Andrae aus

Insekten erobern das Rathaus

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Katja Schaefer-Andrae erklärte während der Vernissage für ihre Ausstellung, warum dieses Bild einer Libelle ihr zweitliebstes ist.

Bienenbüttel. Magisch wurden die vielen Besucher der Kunstausstellung von Katja Schaefer-Andrae vom Licht in den Verwaltungsräumen angezogen, die den Hintergrund für die stimmungsvollen Bilder von Käfern, Bienen und Libellen bildeten.

Nach zauberhaftem Gong begrüßte die Vorsitzende des Kulturvereins Bienenbüttel, Christine Oehlmann, zur Vernissage. Dann stimmte der 13-jährige Ben Brauer von der Musikschule Uelzen mit experimenteller Musik auf seinen Becken in die Ausstellung ein und erntete viel Applaus.

Katja Schaefer-Andrae ist selbst Mitglied im Kulturverein, den sie noch als Einwohnerin des Ortes kennengelernt hatte. Die Künstlerin schätzt die Arbeit und nahm auch von Anfang an am Kulturradeln teil. „Bilder wollen unter Leute, sie wollen gesehen und auch gekauft werden, darum habe ich mein Atelier beim Kulturradeln geöffnet und freue mich jetzt, dass die Verwaltung ihre tollen Räume zur Verfügung stellt, um die Kunst zu präsentieren“, erklärte Katja Schaefer-Andrae, die mittlerweile mit ihrer Familie in Jastorf wohnt und dort ihr Atelier und die angegliederte Malschule eingerichtet hat. „Ich hätte auch noch mehr Tipps, die junge Künstler unterstützen könnten.“

Ben Brauer sorgte für musikalische Begleitung.

Die Ausstellung gerät fast zur Retrospektive für die Malerin, da sie Werke aus den vergangenen 15 Jahren ihres Schaffens zeigt. „Ich hatte viel Spaß beim Aussuchen und Zusammenstellen der Bilder. Dadurch sind auch für mich neue Eindrücke entstanden“, erzählte sie. „Ein Rundgang ist aufgrund der vielen Gäste nicht möglich, aber ich beantworte gern einzeln aufkommende Fragen.“ Das Insekten-Thema fasziniere sie, obwohl die Tiere schon tot sind, „weil sie dadurch aussehen, als ob sie tanzen“. Nach dem Bild eines Nachtfalters sei die Libelle ihr zweitliebstes Bild, sagte die Künstlerin: „Es ist durch mehrmaliges Übermalen entstanden. Durch die Verwendung von Acrylfarben in Verbindung mit viel Wasser entstehen meine typischen Verlaufsspuren, die mich oft zu neuen Ansichten inspirieren.“

So entdeckten die Besucher neben Einblicken in die Natur um Jastorf und vielen krabbeligen Käfern auch einen Fisch, der durch seine Gestaltung zu Gesprächen motivierte.

Ganz stolz wies die Künstlerin auch auf Porträts „ihrer Malmädchen“ im unteren Eingangsbereich des Rathauses hin, die sie ihr mutig zum Zeigen überlassen hatten. So gaben diese tollen Ergebnisse der Mal-Schülerinnen Madita, Emma, Romy und Lotti vielleicht dem einen oder anderen den nötigen Schubs, um sein künstlerisches Talent in der Malschule auszuprobieren.

Von Monika Buhr

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