Torben Skretzka aus Bienenbüttel ist seit rund 18 Monaten auf Weltreise, 18 weitere sollen folgen

„Ich will mir selbst ein Bild machen“

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Selfie im Grand Canyon: Torben Skretzka aus Bienenbüttel hat auf seiner Weltreise unter anderem Halt in den USA gemacht. Der 23-Jährige ist seit rund 18 Monaten unterwegs, weitere 18 sollen folgen. 

Bienenbüttel. Polen, Tschechien, Slowenien, Österreich, Italien, USA, Hawaii, Japan, Taiwan, Philippinen, Bali, Australien, Neuseeland, Tasmanien. Diese Länder und Inseln hat Torben Skretzka auf seiner Reise bislang besucht.

Anderthalb Jahre lang ist der Bienenbütteler nun unterwegs. Weitere Länder sollen in den kommenden 18 Monaten folgen. „Ich kann mir im Moment einfach nichts Schöneres vorstellen, als zu reisen“, sagt der 23-Jährige.

Das Reisefieber habe ihn während seiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gepackt, erzählt Skretzka. Er habe damals Praktika in Israel, Italien und den Niederlanden machen dürfen. „Das hat mir einfach gut gefallen.“ Nach der Ausbildung schmiedet er zusammen mit einem Kumpel erste Pläne für eine Weltreise: „Wir haben Länder aufgeschrieben, die wir unbedingt mal sehen wollen.“ Gut ein Jahr lang arbeitet Torben Skretzka noch Vollzeit als Kfz-Mechatroniker, spart so das erste Geld für die Reise an.

Mit seinem Kumpel beginnt die Reise dann Mitte Juli 2016. „Per Anhalter sind wir durch mehrere Länder gefahren, um nach Rom zu kommen“, berichtet Torben Skretzka. Denn von dort geht am 1. September 2016 der Flieger nach New York. Diesen besteigt Skretzka aber alleine, während sein Kumpel ein Studium beginnt.

90 Tage verbringt Torben Skretzka in Amerika, schläft meist über das sogenannte „Couch-Surfing“ bei wildfremden Menschen. Er reist per Bus in diverse Städte wie Washington, Miami, New Orleans, Chicago und San Francisco, und er wandert unter anderem durch den Grand Canyon. In Los Angeles lebt er drei Tage bei der aus dem Kreis Uelzen stammenden Rockband „Denmantau“. „Das war für mich ein echtes Highlight, mal zu sehen, wie deutsche Jungs in LA als Musiker leben.“

Er wolle viele Länder, Kulturen und Menschen kennenlernen, erklärt Torben Skretzka seine Motivation für die Weltreise: „Ich will mir selbst ein Bild machen.“ Als Beispiel nennt er die USA, über die viele Vorurteile kursieren. So richtig hat sich davon nur eins bestätigt, sagt der Bienenbütteler: „Sie essen wirklich alle viel Fast Food, weil es viel günstiger ist als gesunde Ernährung.“

Sein Highlight unter den bisher bereisten Ländern sei vollkommen unerwartet Taiwan. „Das Land ist richtig schön, und die Menschen sind offen und freundlich.“ Nur dass er eigentlich trampen wolle, hätten die Taiwanesen oft nicht verstanden, erzählt Skretzka: „Das kennen sie halt nicht so, die Menschen haben mir immer Essen, Trinken und Bustickets schenken wollen.“

Zuletzt hat Skretzka, der regelmäßig Kontakt in die Heimat hat, knapp ein Jahr lang in Neuseeland verbracht, wo er in der Werkstatt eines Deutschen als Kfz-Mechatroniker arbeitete, um seine Reisekasse aufzubessern. Erst vor wenigen Tagen hat er Neuseeland wieder verlassen und ist über Tasmanien nach Melbourne geflogen. Dort am Flughafen erreicht ihn die AZ für ein Telefonat. Sein Zwischenfazit fällt positiv aus: „Ich bin selbstbewusster und offener geworden, kann besser auf fremde Menschen zugehen.“

Etwa ein Jahr lang will der Weltreisende nun in Australien verbringen. Für den Sommer 2019 plant er eine Rückkehr in die Heimat. Zuvor steht aber nach dem Australien-Aufenthalt noch eine Tour durch Südostasien auf dem Programm. „Das ist zumindest aktuell der Plan“, sagt Torben Skretzka und lacht.

Von Florian Beye

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