Förderverein für Bienenbütteler Einrichtung gegründet

Das i-Tüpfelchen für die Bücherei

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Der Förderverein will wieder mehr Veranstaltungen in der Bienenbütteler Bücherei stattfinden lassen, um die Bücherei zurück in das Bewusstsein der Leute zu holen. Lesungen für Kinder sind auch geplant. 

Bienenebüttel – Die Bienenbütteler Gemeindebücherei soll wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden und ein attraktiver Veranstaltungsort sein – diese Ziele hat sich der frisch gegründete Förderverein der Bücherei Bienenbüttel gesetzt.

Er zählt rund 20 Gründungsmitglieder.

„Die Bücherei soll wieder in das Leben der Gemeinde zurück und ein Treffpunkt werden“, sagt die 1. Vorsitzende Cornelia Schröter. Dazu wolle man beitragen, indem in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen Veranstaltungen in der Bücherei organisiert werden. Das Angebot soll von Lesungen bis zur Leseförderung reichen. „Wir wollen nicht nur Kultur, sondern auch Grundlegendes machen“, sagt Cornelia Schröter. Denn eine Bücherei sei – auch ein Ort, um Schwellen abzubauen und Kinder für das Lesen zu begeistern.

Cornelia Schröter, Vorsitzende des Fördervereins Bücherei Bienenbüttel, und ihr Stellvertreter Ralf Habermann.

„Es ist toll, dass sich die Gemeinde die Bücherei leistet, jetzt müssen wir ihr Potenzial ausschöpfen“, erklärt die Hohnstorferin. Das könne der Verein aber nicht allein leisten auch Verwaltung und Politik seien gefordert, ihre Hausaufgaben zu erledigen: „Öffentliche Büchereien können nur funktionieren, wenn sie verlässlich geöffnet sind. Wir können dann noch so viel auf die Beine stellen, wenn die Leute nicht reinkommen, bringt es nichts“, sagt Cornelia Schröter. Und zurzeit sei die Bücherei nicht verlässlich geöffnet, da es keine Vertretung für die einzige Mitarbeiterin im Krankheitsfall oder während des Urlaubs gebe. „Sinn und Zweck unseres Vereins ist es eben nicht, Personal zu stellen oder die Bestände zu aktualisieren“, betont Cornelia Schröter.

Mit dem erweiterten kulturellen Angebot in der Bücherei sollen auch die Ausleihen wieder steigen. „Der Trend ging dort die letzten Jahre straff nach unten“, sagt Cornelia Schröter. Daher sollte sich die Politik auch noch einmal die Gebühren anschauen. Mit 24 Euro lägen sie kreisweit an der Spitze und seien so hoch wie die der Stadtbibliothek Hannover. Für Familien mit geringen Einkommen müsste man zumindest über ermäßigte Beiträge nachdenken.

Erste Planungen für Veranstaltungen gibt es im Verein auch schon. So soll das Format „Lesen, Lauschen, Leckereien“ wieder aufleben. Auch die ersten Lesungen sind geplant und terminiert. „Wir sind das i-Tüpfelchen für unsere gute Bücherei“, sagt Cornelia Schröter.

VON LARS LOHMANN

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