„Für ein Wachstum mit Augenmaß“

SPD holt sich Expertenrat zur Entwicklung Bienenbüttels

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Bienenbüttel und seine Ortsteile sind als Wohnort attraktiv. Für den SPD Fraktionsvorsitzenden Arnold Witthöft muss das Wachstum aber mit Augenmaß passieren.

Bienenbüttel – Neue Baugebiete und rund 120 Wohnungen, die in den nächsten Jahren entstehen sollen: Bienenbüttel wächst. Manchen ist dieses Wachstum zu rasant, anderen kann es nicht schnell genug gehen.

Die SPD hat sich jetzt mit Professor Dr. Martin zu Nedden die Hilfe eines Experten für Stadtentwicklung gesichert, der Bienenbüttel unter verschiedenen Aspekten unter die Lupe genommen hat und am Freitag, 21. Juni, ab 19 Uhr im Hotel „Zur alten Wassermühle“ den Vortrag „Bienenbüttel 2021 – Die Zukunft im Blick“ halten wird. Zu Nedden war unter anderem Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau in Leipzig und ist wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Urbanistik. 

Arnold Witthöft, SPD-Fraktionsvorsitzender

„Wir sind nicht für ein explosionsartiges Wachstum, sondern für ein Wachstum mit Augenmaß“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Arnold Witthöft auf Nachfrage der AZ. Dass man Zuzug brauche und wolle, sei unbestritten. Er sei aber dafür, dass das Wachstum auf 7500 Einwohner mittelfristig angestrebt wird und nicht mit aller Macht kurzfristig erreicht werden soll. „Die Infrastruktur muss mitwachsen können und das Bauland ist auch endlich“, sagt Witthöft. Um solch ein Wachstum mit Augenmaß zu erreichen, müsse man Bienenbüttel genau unter die Lupe nehmen und das habe zu Nedden gemacht. „Ansonsten argumentieren wir alle nur oberflächlich“, sagt Witthöft.

Daher sei es wichtig, Themen wie den demografischen Wandel, eine zukunftsfähige Infrastruktur oder die Verfügbarkeit von Bauland mit Blick auf Bienenbüttel zu beleuchten. „Nur so können wir eine gesunde Mischung für den Ort finden“, glaubt Witthöft. So müsse bei der Infrastruktur von der Krippe über die Straße bis zur Kläranlage alles beleuchtet und die Altersstruktur im Auge behalten werden. „Wir sind im Speckgürtel Hamburgs und sind daher als Wohnort für viele aus dem Raum Lüneburg und Hamburg attraktiv“, sagt Witthöft.

Jetzt gelte es, vor allem einen Weg zu finden, wie Bevölkerungswachstum und Interessen der alteingesessenen Einwohner in Einklang gebracht werden können. Das Ziel: „Bienenbüttel soll so attraktiv und lebenswert bleiben, wie es ist“, sagt Witthöft.

VON LARS LOHMANN

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