Gremien beschließen Aufstellung eines Bebauungsplans

Hohnstorfer Straße: Bis zu 45 neue Einfamilienhäuser?

Auf der Fläche nördlich der Hohnstorfer Straße soll ein Baugebiet entstehen. Die Gremien haben sich für die Aufstellung eines Bebauungsplanes entschieden.
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Auf der Fläche nördlich der Hohnstorfer Straße soll ein Baugebiet entstehen. Die Gremien haben sich für die Aufstellung eines Bebauungsplanes entschieden.

Bienenbüttel – Nördlich der Hohnstorfer Straße soll eine ortsverträgliche Siedlungsentwicklung erfolgen, um dem Bedarf an Flächen für den Einfamilienhausbau gerecht zu werden.

Arnold Witthöft, SPD

So steht es in einer Sitzungsvorlage, die jetzt Thema im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Thema war. Konkret geht es um eine Fläche zwischen der Hohnstorfer Straße und dem Vierenbachsweg, für die bereits 2015 ein Aufstellungsbeschluss zur 28. Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen wurde.

Udo Hinrichs, CDU

„Es handelt sich hier um einen Bereich, der als Wohnraumbebauung in Frage kommt“, erklärt Daniel Cibis vom Planungsbüro Patt in der Sitzung. Allerdings gelte das nicht für das gesamte Areal, das mit dem Flächennutzungsplan umfasst wird. Denn dort gibt es schützenswerte Waldflächen sowie ein Feuchtbiotop und im Norden angrenzend ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet.

Nun geht es um den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Im Anschluss wird ein städtebaulicher Entwurf erstellt und abgestimmt. Flächennutzungsplan und Bebauungsplan sollen dann in einem Parallelverfahren umgesetzt werden, skizzierte Daniel Cibis den groben Fahrplan.

Bauamtsleiterin Inga Heitmann betonte, dass mit dem Aufstellungsbeschluss aus dem Jahr 2015 der Geltungsbereich nur grob skizziert wurde: „Da ist noch nichts in Stein gemeißelt.“ Die Fläche sei vom Arbeitskreis als Vorranggebiet für Siedlungsentwicklung benannt worden, erinnerte Udo Hinrichs (CDU) und fügte hinzu, dass die Aussage eines Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan lediglich sei, „dass wir uns hier ein Baugebiet vorstellen können“.

Wie groß denn die Fläche sei, wollte Arnold Witthöft (SPD) wissen. „Acht Hektar“, antwortete Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Allerdings sei das Areal zweiteilig zu betrachten. Für die östlichen drei Hektar befinde man sich in guten Gesprächen, bei den westlichen fünf sei alles noch „völlig offen“.

Gehe man von der gesamten Fläche aus, sei das geplante Baugebiet etwa 20 Prozent kleiner als das Wohngebiet Kuhlfeld in Steddorf, meinte Franke. „Also kann man von 40 bis 45 neuen Häusern ausgehen“, schlussfolgerte Witthöft und wurde von Frank Patt, Inhaber des Planungsbüros, darin bestätigt: „Das kann durchaus sein, ja. Es hängt aber auch von der Größe der Grundstücke ab.“

Lediglich Reinhard Schelle-Grote (Grüne) folgte dem Beschlussvorschlag nicht. So empfahl der Bauausschuss bei einer Gegenstimme, die Aufstellung des Bebauungsplans zu beschließen. Dieser Empfehlung folgte am Donnerstagabend der Verwaltungsausschuss, wie Bürgermeister und Verwaltungschef Dr. Merlin Franke auf AZ-Nachfrage berichtete.

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