Gemeinde setzt Belohnung aus

Hohenbostel: Ehrenamt „mit Füßen getreten“ – Vandalismus an Fahrzeug

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Die Heckscheibe dieses Fahrzeugs der Feuerwehr Hohenbostel haben Unbekannte am vergangenen Dienstag mit einem Stein eingeworfen.

Hohenbostel – „Wir sind alle ehrenamtlich und freiwillig bei der Sache und haben kein Verständnis dafür, wie man das so mit Füßen treten kann“, schimpft Nils Hoffmann, der Pressewart der Freiwilligen Feuerwehr Hohenbostel.

Was war passiert? Am vergangenen Dienstag fanden Mitglieder der Ortswehr den Mannschaftstransportwagen (MTW) mit zerbrochener Heckscheibe vor.

Im Wagen lag ein Stein, mit dem Unbekannte die Scheibe irgendwann zwischen 15.30 und 18.30 Uhr eingeworfen hatten. An dem Wagen, der direkt am Feuerwehrgerätehaus stand, entstand ein Schaden in Höhe von mehreren hundert Euro (AZ berichtete gestern kurz).

Es ist das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass die Ortswehr Opfer von Vandalismus wird. Beim ersten Mal war einer der beiden Außenspiegel des Fahrzeugs abgeschlagen worden. „Wir sind sehr enttäuscht über diese Vorfälle“, sagt Hoffmann. Hauptsächlich werde der MTW von der Jugendfeuerwehr genutzt, die damit zum Üben, zu Wettkämpfen und zu Zeltlagern fährt. Doch auch die aktiven Feuerwehrleute benötigen das Fahrzeug bei einigen Einsätzen. „Jeder, der da so achtlos und mutwillig handelt, behindert uns in der Jugendarbeit oder sogar im Einsatz“, betont der Pressewart.

Auch die Bienenbütteler Gemeindeverwaltung – als Träger der örtlichen Feuerwehren – verurteilt den Vorfall. „Vandalismus im Allgemeinen ärgert mich maßlos, weil die Kosten dafür häufig sehr hoch sind“, erklärt Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Das sei jedes Mal Geld, das „wir gut und gerne in andere Bereiche investieren können“. Deshalb bringe die Verwaltung jeden dieser Fälle konsequent zur Anzeige. „Wir setzen für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 500 Euro aus“, sagt Franke.

Hinweise nimmt die Polizei Bienenbüttel unter Telefon (05823) 95 40 00 entgegen. eye

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