In Bienenbüttel entsteht eine neuartige Markthalle

Herzstück wird die Show-Küche

Auf einer rund 470 Quadratmeter großen Fläche soll das Markthallen-Konzept in Bienenbüttel umgesetzt werden. Fotos: Wendlandt

Bienenbüttel. Wo bis vor Kurzem noch Tiefkühlschränke, Obstregale und andere Auslagen für Lebensmittel standen, sind inzwischen die Bagger angerückt: Der ehemalige Edeka-Markt an der Bahnhofstraße 16 in Bienenbüttel wird derzeit komplett umgebaut.

Die Eigentümer des Gebäudes, Loni und Klaus-Georg Franke, lassen hier in den kommenden Wochen eine Markthalle entstehen. Rund 386 000 Euro werden die Bienenbütteler Geschäftsleute in den Umbau investieren.

Die Verkaufsfläche von knapp 470 Quadratmetern soll hier künftig verschiedene Aktions- und Spartenflächen beherbergen. Es wird einige fest eingerichtete Läden geben, andere Flächen können ganz nach Bedarf variabel genutzt werden. Ein „Kinderhaus“ wird in das Konzept ebenso integriert wie ein Restaurant mit dem Namen „Dorfgespräch“. Kernelement der neuen Bienenbütteler Markthalle wird jedoch eine Show-Küche sein, die auf die unterschiedlichste Weise „bespielt“ werden kann, wie Loni Franke erklärt.

„Wir wollen hier einen Treffpunkt für alle Generationen schaffen“, kündigt die Bienenbüttelerin an. Regional, made in Germany, ökologisch – diese und ähnliche Schlagworte sollen in dem Konzept der Bienenbütteler Markthalle eine wichtige Rolle spielen. So wird es zum Beispiel unterschiedliche Themen-Märkte geben und Veranstaltungen wie das Einkochen von Lebensmitteln oder auch ein After-Work-Dinner. „Wir wollen dabei nicht elitär sein und suchen keine spezielle Klientel“, so Franke. Das, was Bienenbüttel ausmacht, soll in der neuen Markthalle künftig obenan stehen.

„Was ist bienenbüttelerisch?“ – diese Frage wird deshalb auch nach der Eröffnung, die voraussichtlich Ende Mai sein wird, zu regelmäßigen Terminen im Mittelpunkt stehen. An Freitagen

im Juni, September und November geht es dann um Talente. Um Bienenbütteler Talente.

Als klar war, dass der Edeka-Markt (wie berichtet) an die Ladestraße umziehen würde, hatten zahlreiche potenzielle Nachfolger Kontakt zu Loni Franke und ihrem Mann aufgenommen. Textil-Discounter waren zum Beispiel dabei. „Das wäre zwar einfach gewesen, aber wenn man eine Kernfläche in dieser 1a-Lage hat, kann man die nicht so willkürlich vergeben“, sagt Loni Franke. „Bienenbüttel kann mehr.“ Deshalb wählten die Frankes nun den weniger bequemen, dafür aber einen umso kreativeren Weg.

Von Ines Bräutigam

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