Neuer Vorsitzender des Fördervereins

Heiner Scholing engagiert sich für Schubz Lüneburg: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“

Mit Spaß und Begeisterung will sich Heiner Scholing (links) für das Umweltbildungszentrum Schubz in Lüneburg einsetzen. Der Hohnstorfer ist neuer Vorsitzender des Fördervereins. Das freut natürlich auch Schubz-Geschäftsführer Dr. Frank Corleis.
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Mit Spaß und Begeisterung will sich Heiner Scholing (links) für das Umweltbildungszentrum Schubz in Lüneburg einsetzen. Der Hohnstorfer ist neuer Vorsitzender des Fördervereins. Das freut natürlich auch Schubz-Geschäftsführer Dr. Frank Corleis.

Hohnstorf/Lüneburg – Die Freude und Begeisterung stehen Heiner Scholing ins Gesicht geschrieben. Als er mit der Hand die Rotbunten Husumer Schweine im Archepark Lüneburg anlockt, lacht er zufrieden.

„Das ist hier einfach eine Lernmöglichkeit für Kinder“, schwärmt der Hohnstorfer. Der Archepark wird vom Umweltbildungszentrum Schubz der Hansestadt Lüneburg betrieben – und vom dazugehörigen Förderverein ist Scholing nun neuer erster Vorsitzender.

Nicht nur aus Büchern lernen

Ganz neu ist die Aufgabe für den studierten Sonderpädagogen nicht. In den vergangenen beiden Jahren hat er bereits als zweiter Vorsitzender im Vorstand des Fördervereins mitgewirkt. Zuvor hatte der 67-Jährige das Umweltbildungszentrum bereits aus mehreren verschiedenen Perspektiven kennengelernt, wie er im Gespräch mit der AZ erzählt: als Lehrer, als Leiter einer Förderschule in Lüneburg und als Landtagsabgeordneter. Von 2013 bis 2017 saß Scholing im niedersächsischen Landtag, war dort auch schulpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion.

Mit Blick auf das Schubz und den Archepark spricht Heiner Scholing von „Lernen mit Kopf, Hand und Herz“. Es gehe darum, Sachverhalte nicht nur aus Büchern zu erfahren, sondern Dinge selbst zu erleben. „Das brauchen Kinder heute immer mehr“, ist der erfahrene Pädagoge überzeugt. Im Archepark biete sich die Gelegenheit, die zum Teil vom Aussterben bedrohten Tiere in ihrer weitgehend natürlichen Umgebung und mit ihren normalen Verhaltensweisen kennenzulernen, führt Scholing weiter aus.

Bindeglied und Türöffner

Als Vorsitzender des Fördervereins sieht er sich als Bindeglied und Türöffner. Denn, so erklärt es Schubz-Geschäftsführer Dr. Frank Corleis, die Einrichtung ist zwar getragen durch öffentliche Mittel der Stadt und des Landkreises Lüneburg. Gemeinsam machen diese Gelder aber nur gut 20 Prozent aus. „Etwa 80 Prozent der Gelder sind Mittel, die vom Förderverein eingeworben werden“, betont Corleis, der vor seiner Geschäftsführertätigkeit 15 Jahre lang Lehrer an der Grundschule Bienenbüttel war. Es sei enorm wichtig, dass im Vorstand des Vereins motivierte, engagierte Personen aktiv sind.

Genau so einer möchte Heiner Scholing sein, der auf Bernd Hufenreuter folgt. Dieser war zuvor 13 Jahre lang Vorstandsvorsitzender. Seine Erfahrungen als Politiker auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene kommen Scholing nach eigener Aussage im neuen Ehrenamt zugute. Denn er pflegt noch gute Kontakte ins Kultusministerium. So kam Kultusminister Grant Hendrik Tonne im vergangenen Jahr sogar zur Feier zum 30-jährigen Bestehen des Schubz. „Es geht immer wieder um Beziehungen und um Aufmerksamkeit“, sagt Heiner Scholing. VON FLORIAN BEYE

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