Altes Feuerwehrgebäude in Bienenbüttel: DRK und SoVD interessiert an Nutzung

Ein Haus für alle Generationen?

Die ehemalige Feuerwehrwache in Bienenbüttel hat längst ausgedient – es gibt Pläne, das Gebäude abzureißen und an dieser Stelle ein Begegnungszentrum für Generationen zu bauen. Foto: Ph. Schulze

Bienenbüttel. Erst sollte es verkauft werden, jetzt will die Gemeinde Bienenbüttel das alte Feuerwehrhaus an der Ebstorfer Straße doch behalten.

Und Pläne für das Gebäude gibt e auch schon: Ein Mehrgenerationenhaus könnte hier entstehen, informierte Bürgermeister Heinz-Günter Waltje die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport, Senioren und Soziales in dessen vergangener Sitzung. Sehr wahrscheinlich für dieses Vorhaben wäre ein Abriss des jetzigen Gebäudes und ein Neubau an gleicher Stelle.

Weil der DRK-Kreisverband zurzeit dabei ist, flächendeckend im Landkreis Uelzen Rotkreuz-Domizile aufzubauen, gab es auch in Bienenbüttel Überlegungen, in Stelle des alten Feuerwehrhauses ein DRK-Haus zu bauen. Erste Pläne und Berechnungen gibt es bereits. Und dabei wurde schnell klar, so Waltje, dass man auch den Sozialverband Deutschland (SoVD) mit einbeziehen will. „Denn DRK und SoVD sind es letztendlich, die das neue Haus nutzen werden“, so der Bürgermeister.

Beide Verbände legten also Konzepte samt Finanzierungsvorschlägen vor. Doch kurz darauf zog der SoVD sein Angebot wieder zurück. „Der Sozialverband würde in dem neuen Domizil gern beheimatet sein“, erklärte Heinz-Günter Waltje, eine Finanzierung des Vorhabens scheide aber für den SoVD-Landesverband aus. Karl-Otto Constien, Vorsitzender des Uelzener SoVD-Kreisverbandes, erläuterte weiter: „Der Sozialverband will das nicht finanzieren wegen der Risiken. In ein Betreibermodell einzusteigen, ist aber nicht ausgeschlossen“, betonte er, „die Tür ist also noch nicht gänzlich zu.“ Mit rund 500 000 Euro Investitionskosten für einen Neubau sei wohl zu rechnen, informierte Bürgermeister Waltje. Über das Leader-Förderprogramm könnten Zuschüsse in Höhe von 100 000 Euro fließen. Der Anteil der Gemeinde würde aber immer noch bei 200 000 Euro liegen.

„So schön das alles wäre“, gab Heinz-Günter Waltje zu bedenken, „ich weiß im Moment nicht, woher wir die nehmen sollen.“ Mit den ehrgeizigen Plänen wecke man natürlich Erwartungen. „Und es wird schwierig genug, die zu erfüllen“, so Waltje.

Stefan Waltje (CDU) brachte einen weiteren Vorschlag ins Spiel: Das Gelände des alten Feuerwehrhauses könnte an einen Investor verkauft werden, um dort seniorengerechtes Wohnen zu etablieren. Mit dem Erlös aus dem Verkauf könnte an anderer Stelle ein Mehrgenerationenhaus gebaut werden – Grundstücke im Ortskern habe die Gemeinde ja noch.

Die Gremien von DRK und SoVD beraten zurzeit das weitere Vorgehen. Am 8. November entscheidet dann der Leader-Ausschuss über eine Förderung, kündigte Bürgermeister Waltje an. Danach sei man dann ein ganzes Stück schlauer.

Von Ines Bräutigam

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