1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bienenbüttel/Lüneburg

Das Hanseviertel wächst

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Gerhard Sternitzke, Lars Lohmann

Kommentare

Im Osten Lüneburgs ist ein neuer Stadtteil, das Hanseviertel, entstanden. Es soll jetzt weiter wachsen. Unter anderen sind auch 210 neue Sozialwohnungen geplant. Archivfoto: Kieppe
Im Osten Lüneburgs ist ein neuer Stadtteil, das Hanseviertel, entstanden. Es soll jetzt weiter wachsen. Unter anderen sind auch 210 neue Sozialwohnungen geplant. © Archiv / Kieppe

Lüneburg. Im Osten der Stadt Lüneburg ist ein neuer Stadtteil entstanden, das Hanseviertel. Auf Teilen der früheren Schlieffen-Kaserne sind hochwertige Wohnungen sowie Einfamilienhäuser hochgezogen worden (AZ berichtete).

Doch der Zuzug von Neubürgern in der Hansestadt hält an. Die Mieten steigen. Die Stadt plant jetzt eine Erweiterung. Mit dem Hanseviertel-Ost beschäftigt sich am Montag, 24. April, 15 Uhr im Rathaus der Bauausschuss der Stadt. Der Verwaltungsausschuss hat bereits entschieden, dass der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden soll.

„Der nächste Abschnitt des Hanseviertels ist ein zentraler Baustein unseres Wohnungsbauprogramms“, sagt Stadtsprecherin Susanne Moenck auf AZ-Nachfrage. Es geht um 23 Hektar Land zwischen dem Behördenzentrum in einem Teil der alten Kasernengebäude, dem bestehenden Hanseviertel und der Lüneburger Ostumgehung, nur drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Dabei sollen laut Susanne Moenck insgesamt 650 Wohneinheiten entstehen, davon 210 Sozialwohnungen.

120 davon sollen von der Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft und 80 von einem privaten Investor errichtet werden. Geplant seien vor allem dreigeschossige Mietwohnungen sowie Reihenhäuser in dem zur Stadt gelegenen Bereich zwischen Lübecker und Wismarer Straße. Die Erweiterung ist das Ergebnis intensiver Gespräche mit Verteidigungsministerium und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

„Damit ergibt sich für die Hansestadt Lüneburg ein großes Entwicklungspotential, wenn die verbliebenen Flächen der Schlieffen-Kaserne für eine weitere bauliche Entwicklung genutzt werden können“, heißt es in der Begründung zum Flächennutzungsplan.

Lüneburg hat bereits Erfahrung mit der sogenannten Konversion von Militärflächen. Auf dem Gelände der ehemaligen Scharnhorst-Kaserne hat sich die Leuphana-Universität eingerichtet. Seit 2005 betreibt die Stadt die Umwandlung der Schlieffen-Kaserne in ein Wohnquartier.

Die Pläne für das Hanseviertel-Ost werden nach dem Beschluss im Stadtrat einen Monat lang öffentlich ausgelegt. „Baustart wird voraussichtlich Anfang 2019 sein“, sagt Susanne Moenck.

Zuletzt, bis 2015, hat die Bundespolizei das verbliebene Kasernengelände genutzt. Hier befinden sich Kasernenanlagen, Mannschaftsgebäude, Stallungen, Fahrzeughallen und ein Exerzierplatz. Wo früher Soldaten Dienst schoben, soll nun Platz für Wohnungsbau, Gewerbe und Dienstleistung sein. Das entspricht laut Planer dem Grundsatz, dass die Innenentwicklung Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete am Stadtrand haben soll. Die Bäume am Exerzierplatz und weitere erhaltenswerte Grünstrukturen sollen bestehen bleiben.

Das Hanseviertel-Ost liegt zwischen den Stadtteilen Lüne-Moorfeld, Schützenplatz und Neu Hagen.

Von Gerhard Sternitzke und Lars Lohmann

Auch interessant

Kommentare