Variante einer Güterstrecke entlang der A 7 wird weiterhin gefordert

Hansestadt Lüneburg sieht Alpha-E schon jetzt gescheitert

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Die Hansestadt Lüneburg fordert weiterhin eine Güterzugtrasse entlang der A 7 anstelle des Ausbaus der Bestandsstrecke. 

Lüneburg/Hannover – Vertreter der Hansestadt Lüneburg haben sich jetzt in Hannover auf einer Infoveranstaltung der Deutschen Bahn (Netze) über die Bewertung verschiedener Ausbauvarianten für die Schienenstrecke Hamburg-Hannover auf den neusten Stand bringen lassen.

Nach dieser Veranstaltung sieht sich die Hansestadt in ihren Forderungen nach einer Neubaustrecke für den Güterverkehr entlang der A 7 bestätigt.

„Wir nähern uns in den Untersuchungen offenbar der von uns favorisierten A7-Trasse. Sie könnte alle Anrainer der Hauptstrecke vom Güterverkehr entlasten und dort damit zugleich mehr Kapazitäten für den Schienenpersonennahverkehr schaffen, die wir dringend benötigen“, sagt Lüneburgs Verkehrsdezernent Markus Moßmann. Die bisherigen Ergebnisse bestätigten, dass die derzeit von der DB untersuchten Varianten in der Praxis vor Ort nicht umsetzbar seien.

„Die nackte Dreigleisigkeit, wie sie auch schon Ende Februar vorgestellt worden war, bringt nicht mehr Kapazitäten für den Personenverkehr und auch das Plus beim Güterverkehr reicht für den Bedarf nicht aus“, sagt Moßmann zu ersten Variante. Ebenso führe sie nicht zu dem vom Bund für die Bahn ausgegebenen Ziel „Deutschlandtakt“ und bringe nur einen minimalen Fahrzeitgewinn.

Die Variante 2, die zur Verkürzung der Fahrtzeit im Personenverkehr auf eine höhere Geschwindigkeit setze, sei hingegen nicht umsetzbar. Sie sei in den realen Grundrissen nicht machbar. „Dafür sind die Kurven und räumlichen Verhältnisse rund um den Lüneburger Bahnhof viel zu eng. Gebäude müssten abgerissen werden, und nicht nur dort. Damit sollte klar sein, dass dem Kompromiss aus dem Dialogforum Schiene Nord die Diskussionsgrundlage entzogen ist“, folgert Moßmann.

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