Regionale Kammer mahnt verlässliche Regelung für integrationswillige Flüchtlinge an

Handwerk fordert Sicherheit

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Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade fordert in einer Resolution eine verlässliche Regelung für Flüchtlinge in Ausbildung.

loh Lüneburg. Die Vollversammlung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade erwartet eine bundeseinheitliche, verlässliche Umsetzung der sogenannten 3+2-Regelung.

Ausgehend davon sollen integrationswillige Flüchtlinge während der dreijährigen Ausbildung und einer anschließenden zweijährigen Beschäftigung einen besonderen Schutz vor Abschiebung genießen.

„Die Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen ist für die Handwerksbetriebe und die Gesellschaft wichtig, um den Fachkräftebedarf zu decken und für eine erfolgreiche Integration der Geflüchteten zu sorgen“, sagte Präsident Detlef Bade. Voraussetzung für das betriebliche Engagement und den Erfolg der Integration sei aber Planungs- und Rechtssicherheit für die Betriebe. Die Vollversammlung verabschiedete eine entsprechende Resolution.

Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels fordert die Vollversammlung außerdem eine dauerhafte Bleibeperspektive für bereits gut in den Arbeitsmarkt integrierte Flüchtlinge. „Diejenigen, die sich durch eine erfolgreiche Ausbildung oder eine sozialversicherungspflichtige und den Lebensunterhalt sichernde Beschäftigung erfolgreich integriert haben, sollten ein Bleiberecht erhalten“, ergänzte Bade. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer in den Handwerksbetrieben hätten kein Verständnis, wenn gut integrierte und qualifizierte Kollegen abgeschoben würden. „Das Handwerk braucht diese Fachkräfte“, erklärte der Präsident.

Hauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer stellte der Vollversammlung den Haushaltsplan 2019 vor. Dieser sehe ein Volumen von rund 50 Millionen Euro vor „und ist vor allem durch angemessene Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Bildungszentren geprägt“. Auch in diesem Jahr sei es durch kostenbewusste Haushaltsführung gelungen, die Mitgliedsbeiträge stabil zu halten. „Die Beiträge sind damit seit zehn Jahren unverändert“, sagte Sudmeyer. Er kündigte außerdem an, den Haushalt der Handwerkskammer nach seiner Genehmigung durch das Wirtschaftsministerium zukünftig auf dem Internetauftritt der Handwerkskammer zu veröffentlichen.

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