Susanne Pridöhl führt Bienenbütteler Kinder spielerisch an die englische Sprache heran

Von Hallo-Songs und Tieraktionswürfeln

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„Hello, my name is Spot“ – mit einer kleinen Hunde-Handpuppe begrüßte Susanne Pridöhl (links) die Kinder beim Kurs „English for Minis“ in Bienenbüttel. Das kam beim dreijährigen Tjark und seiner Mutter Julia Prang gut an.

eye Bienenbüttel. Die Jungen und Mädchen schauen nicht schlecht, als sie von einem kleinen Hund begrüßt werden: „Hello, my name is Spot. What’s your name?“ Der Hund macht einmal die Runde und alle Kinder antworten mit ihrem Namen.

Da sind zum Beispiel Clemens, Greta, Theo, Hannes und Tjark. Einige der insgesamt elf Jungen und Mädchen sind noch etwas schüchtern, verkriechen sich in den Armen ihrer Mütter. Andere lachen und verfolgen, wie Spot an der Hand von Susanne Pridöhl jedes einzelne Kind begrüßt.

Spot ist eine kleine gelbe Handpuppe mit einem braunen Punkt an der Seite. Und er dient an diesem Donnerstag in Bienenbüttel als eine Art Eisbrecher. Es ist die erste Stunde eines Kurses, in dem Susanne Pridöhl die Kinder an die englische Sprache heranführen will. „Das Ziel ist nicht, den Kleinen wie in der Schule Englisch einzutrichtern“, erklärt sie den anwesenden Müttern. Sie wolle mit den Drei- bis Sechsjährigen viel spielen, singen und sich bewegen. „Wichtig ist, dass die Kinder schon mal mit Englisch in Berührung gekommen sind“, sagt Susanne Pridöhl, die mit einem Amerikaner verheiratet ist und elf Jahre lang auf Hawaii gelebt hat.

Englisch sei heute ein Teil des täglichen Sprachgebrauchs, begründet Julia Prang, warum sie es wichtig findet, dass ihr Sohn Tjark schon im Alter von drei Jahren in Kontakt mit der Sprache kommt: „Er kann schon bis 20 auf Englisch zählen und weiß, dass unser Hund ein Dog ist.“ Er solle in den Stunden bei Susanne Pridöhl möglichst viel aufsaugen, damit Englisch für ihn nichts ganz Neues mehr ist, „wenn es ab der dritten Klasse in der Grundschule unterrichtet wird“.

Die erste Stunde geht weiter mit einem Lied: „Hello, hello, how are you?“ So beginnt der Hallo-Song, mit dem die Kinder die englischen Worte für verschiedene Gefühle lernen sollen. „I’m good, I’m great, I’m wonderful“. Susanne Pridöhl und die Kinder heben dabei zunächst einen Daumen, dann beide Daumen und zuguterletzt springen sie fröhlich umher.

Auch die nächste Übung kommt spielerisch daher: Pridöhl holt einen „animal action cube“ – sprich: einen Tieraktionswürfel – aus ihrer Tasche. Darauf sind Tiere wie Hund, Kaninchen und Pferd abgebildet, dazu die englischen Begriffe. Die Aufgabe ist es, sich so zu verhalten, wie das abgebildete Tier. Ein Junge würfelt ein Kaninchen. Sofort hoppeln alle Kinder durch den Raum. Ein Mädchen würfelt ein Pferd, und alle galoppieren los.

Der Spaß steht im Vordergrund. „Kinder, die nicht Englisch sprechen wollen, müssen das auch nicht“, sagt Susanne Pridöhl. Die meisten Kinder machen aber vergnügt mit und trauen sich an die fremde Sprache heran.

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