Landgericht Lüneburg: Dreieinhalb Jahre Gefängnis für Alessandro A.

Haft für Automaten-Knacker

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Alessandro A. neben seinem Verteidiger auf der Anklagebank im Landgericht Lüneburg. Er muss wegen schwerem Bandendiebstahls dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

sh Lüneburg/Uelzen. Auch der Neunte der Bande, die Ende 2016 Geldautomaten im großen Stil geknackt hat, muss ins Gefängnis. Das entschied jetzt das Landgericht in Lüneburg. Alessandro A.

wird wegen schwerem Bandendiebstahl laut Medienberichten zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Die Anklage wegen versuchten Mordes hat das Gericht aber fallengelassen. Dem 25 Jahre alten Anhänger einer Sinti- und Roma-Gruppe wurde vorgeworfen, bei der Tat in Kassel mit einem gestohlenen Lkw auf zwei Zeugen zugefahren zu sein und versucht zu haben, sie umzufahren. Das stritt der Angeklagte bereits zu Prozessbeginn ab und behauptete, der bereits verurteilte Haupttäter hätte den Lkw gefahren.

Die Bande hatte für Aufsehen gesorgt, als sie unter anderem in Uelzen, Bienenbüttel, Celle und Kassel, versucht hat, Geldautomaten aufzubrechen. Mit gestohlenen Lkws rissen die Diebe die Automaten aus der Verankerung oder rammten sie (AZ berichtete). Lediglich in Uelzen machten sie tatsächlich Beute.

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