AZ-INTERVIEW Silke Beckmann ist die neue Leiterin

Grundschule Bienenbüttel: Digitalisierung als ein Schwerpunkt

Die Schule im Bereich der Digitalisierung weiterzuentwickeln, sieht Silke Beckmann als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in den nächsten Jahren. Sie folgt auf Gudrun Boldhaus als neue Leiterin der Bienenbütteler Grundschule.
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Die Schule im Bereich der Digitalisierung weiterzuentwickeln, sieht Silke Beckmann als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in den nächsten Jahren. Sie folgt auf Gudrun Boldhaus als neue Leiterin der Bienenbütteler Grundschule. 

Bienenbüttel – Gudrun Boldhaus wurde nach 18 Jahren als Leiterin der Bienenbütteler Grundschule in den Ruhestand verabschiedet (AZ berichtete). Jetzt steht endgültig fest: Ihre Nachfolgerin wird ihre bisherige Stellvertreterin Silke Beckmann.

Im Interview mit AZ-Redakteur Florian Beye spricht sie darüber, wie sie nach Bienenbüttel gekommen ist, was an der Grundschule aus ihrer Sicht gut läuft und was ihr an der Arbeit mit Kindern gefällt.

Frau Beckmann, was macht für Sie den besonderen Reiz aus, eine Grundschule auf dem Land zu leiten?

Silke Beckmann: Für mich ist der Reiz, die Idylle des Landlebens und der Dorfgemeinschaft mit den Ansprüchen einer modernen Bildungseinrichtung in Einklang zu bringen. Kinder in unserem ländlichen Raum sollen auch in Zukunft gegenüber städtischen Kindern nicht bildungsbenachteiligt sein. Die Aufrechterhaltung der Ganztagsschule mit dem Mensabetrieb, der Ausbau der Bildungs- und Betreuungsangebote sowie der Aufbau der Digitalisierung sind für mich Herausforderungen, um dieses Ziel auch zukünftig sicherzustellen.

Welche Themen möchten Sie als Schulleiterin weiter in den Fokus rücken?

Die Corona-Pandemie hat aufgezeigt, dass die Grundschule sich im Bereich der Digitalisierung weiterentwickeln muss. Dieses wird der Schwerpunkt meiner Arbeit in den ersten Jahren sein.

Die Sommerferien haben Sie dazu bereits genutzt.

Gemeinsam mit Dirk Neumann vom Kreismedienzentrum Uelzen habe ich bereits in den Ferien die Schule in die Plattform der Niedersächsischen Bildungscloud integrieren können. Es ist eine Möglichkeit für Lehrer und Eltern, miteinander online auf einer gesicherten Plattform zu kommunizieren. Informationen können ausgetauscht, aber auch Aufgaben notiert werden, falls es corona-bedingt zu Schulschließungen kommen sollte.

Was kann aus Ihrer Sicht an der Grundschule Bienenbüttel sonst noch verbessert werden?

Um den Anforderungen an die Arbeit in der Schule gerecht zu werden, müssen zukünftig Investitionen in die bauliche Infrastruktur getätigt werden: Schaffung von Gruppenräumen für die differenzierte Arbeit mit Förderkindern, aber auch kleinere Projekte wie das Verlegen von Glasfaserkabel in der Schule.

Sicher gibt es aber auch Dinge, die gut laufen...

Ja, die Grundschule Bienenbüttel ist Teil der Ortsgemeinschaft. Es ist vorbildlich, wie viele Vereine und Verbände sich in der Schule engagieren: bei Angeboten im Ganztag durch den TSV, die Feuerwehr, die Landfrauen, aber auch bei unterrichtsbegleitenden Angeboten von der Kirche, der Polizei, der Jägerschaft. Das Kollegium sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule engagieren sich zudem sehr für die Belange ihrer Schützlinge und arbeiten gemeinsam daran, den Kindern Sicherheit und Konstanz zu bieten in dieser herausfordernden Zeit. Zudem ist die Zusammenarbeit mit dem Schulelternrat und dem Förderverein der Grundschule hervorzuheben.

Welche Aspekte bei der Arbeit mit den Kindern gefallen Ihnen persönlich besonders gut?

Mit Kindern zu arbeiten, ist immer wieder spannend. Kinder sind interessiert, lassen sich für verschiedene Themen begeistern. Als Grundschullehrerin vermittele ich Wissen und bahne Fertigkeiten an, zu lernen. Zudem mache ich sie mit den Werten vertraut, wie der Umgang untereinander gestaltet sein soll, nach dem Motto der Schule: „Voneinander lernen – miteinander leben“.

Sie sind seit 18 Jahren Lehrerin und haben 13 Jahre lang als Konrektorin gearbeitet, zunächst in Brietlingen, dann in Bienenbüttel. Wie sind Sie in die Gemeinde gelangt?

Bienenbüttel habe ich durch meinen Mann kennen und schätzen gelernt. Nach meinem Abitur an einem Gymnasium in Papenburg, wo ich aufgewachsen bin, habe ich an der Universität in Lüneburg studiert. Nach meinem Referendariat haben mein Mann und ich zuerst in Lüneburg gewohnt und sind später nach Bienenbüttel gezogen.

Welche Orte gefallen Ihnen in Bienenbüttel?

Insbesondere der idyllische Dorfkern von Bienenbüttel und die kleinen Ortschaften der Gemeinde sowie das Flussgebiet der Ilmenau begeistern mich noch heute.

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