So viel Normalität wie möglich

Grundschule Bienenbüttel bereitet sich auf neues Jahr unter Corona vor

Die Schule im Bereich der Digitalisierung weiterzuentwickeln, sieht Silke Beckmann als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in den nächsten Jahren. Sie folgt auf Gudrun Boldhaus als neue Leiterin der Bienenbütteler Grundschule.
+
Derzeit bereitet Schulleiterin Silke Beckmann mit ihrem Team den Beginn des neuen Schuljahres in Bienenbüttel vor. In den ersten sieben Schultagen müssen die Kinder täglich einen Selbsttest durchführen.
  • Daniel Bieling
    VonDaniel Bieling
    schließen

Bienenbüttel – Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, bald beginnt wieder die Schule. Die Vorbereitungen für das neue Schuljahr laufen auch in der Bienenbütteler Grundschule auf Hochtouren. Leiterin Silke Beckmann erklärt, wie es nach dem vergangenen, von Corona geprägten Schuljahr weitergeht.

„Nach den Sommerferien wird der Ganztag für alle Kinder, die dafür angemeldet wurden, starten. Die Angebote werden zunächst immer für Doppeljahrgänge geplant: Jahrgang eins und zwei sowie drei und vier“, schildert Beckmann. Neu sei dabei, dass die Kinder in den ersten sieben Schultagen täglich einen Selbsttest durchführen müssen, danach noch drei Mal pro Woche. Außerdem müssen die Schüler in Gängen wie im Klassenzimmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Weiterhin Flexibilität gefordert

„Die Flexibilität aller an der Schule Tätigen ist weiterhin gefordert“, betont Beckmann. So testen sich alle Mitarbeiter mindestens einmal pro Woche – trotz Impfung. „Um nicht unbemerkt Überträger einer Virusvariante zu werden“, wie Beckmann erklärt. Dabei dürften Pädagogik und Hygiene nicht im Widerspruch stehen: „Die Kinder müssen so viel Präsenz-unterricht und Normalität wie möglich erleben dürfen.“

Und die Normalität sieht inzwischen so aus: Die Kinder bewegen sich auf dem Schulhof nur in ihren Kohorten, damit es zu keiner Vermischung kommt. Innerhalb der Schule sind die Wege markiert, und es herrscht Maskenpflicht. Luftfilter für die Klassenräume sollen hingegen nicht angeschafft werden. Denn dies unterliegt klaren gesetzlichen Vorgaben. „Darunter fallen Räume, in denen die Fenster für die vorgesehenen Lüftungsintervalle nicht ganz geöffnet werden können“, sagt Beckmann. In der Bienenbütteler Grundschule könnten die Fenster jedoch entsprechend geöffnet werden. In den Sommerferien wurden die Scharniere und Halterungen der Fenster noch einmal geprüft und nachjustiert.

Einschulung in familiärer Atmosphäre

Ein neues Schuljahr bedeutet auch neue Schüler. Wie kann eine Einschulungsfeier unter Corona-Bedingungen stattfinden? „Damit nicht zu viele Menschen parallel anwesend sind, werden drei Einschulungsfeiern durchgeführt“, berichtet Beckmann. An der Veranstaltung dürfe nur teilnehmen, wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Die neuen Erstklässler erhalten vorab ein Testkit zum Selbsttest.

Damit unterscheidet sich die diesjährige Einschulungsfeier nicht von der des vergangenen Jahres. „Die Klassen werden gestaffelt eingeschult, sodass jede Klasse mit ihren Angehörigen unter sich ist“, sagt Beckmann. „Im letzten Jahr war durch die Entzerrung der Feiern eine ganz andere Ruhe und schon fast familiäre Atmosphäre feststellbar, die von allen Anwesenden als sehr angenehm empfunden wurde.“

Fest steht: Die neuen Schüler starten mit Maske und Testpflicht unter besonderen Bedingungen in ihren neuen Lebensabschnitt. Doch Silke Beckmann ist sich sicher: „Alle Erleichterungen, die hoffentlich irgendwann kommen, werden von den Kindern dann positiv wahrgenommen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare