Digitalisierung im Schnellverfahren

Grundschule Bienenbüttel bekommt 25 Tablets für den Unterricht

Jörg Richter (links) von der Firma „Hoplit“ hat sieben Access-Points in der Grundschule Bienenbüttel eingerichtet. Mit diesen können die Schüler sich ins Wlan-Netz einwählen und die neuen Tablets nutzen. Schulleiterin Silke Beckmann freut sich mit Bürgermeister Merlin Franke und Janin Ellenberg (rechts) vom Digitalisierungsmanagement der Gemeinde Bienenbüttel.
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Jörg Richter (links) von der Firma „Hoplit“ hat sieben Access-Points in der Grundschule Bienenbüttel eingerichtet. Mit diesen können die Schüler sich ins Wlan-Netz einwählen und die neuen Tablets nutzen. Schulleiterin Silke Beckmann freut sich mit Bürgermeister Merlin Franke und Janin Ellenberg (rechts) vom Digitalisierungsmanagement der Gemeinde Bienenbüttel.

Bienenbüttel – Die Corona-Pandemie hat einen Digitalisierungsschub an den Schulen ausgelöst: Zehntausende Kinder in Niedersachsen sollen mit Leihgeräten wie Tablets und Laptops versorgt werden. Dafür stehen insgesamt rund 52 Millionen Euro Soforthilfe bereit.

25 Tablets für digitales Lernen

In der Grundschule Bienenbüttel dürfen sich Schüler und Lehrer über die ersten 25 Tablets freuen. Jörg Richter von der Firma „Hoplit“ hat gemeinsam mit seinen Mitarbeitern sieben Access-Points im Schulgebäude eingerichtet. Durch diese ist es möglich, sich mit einem elektronischen Gerät per Wlan in ein Netzwerk einzuwählen.

Die Installation war notwendig, um die Tablets entsprechend nutzen zu können. Finanziert wurden die Geräte durch das Soforthilfeprogramm Digitalisierung.

Die Tablets sind mit der niedersächsischen Bildungs-cloud verbunden, die als eine Art „virtuelles Klassenzimmer“ fungiert. Auf dem Server werden Materialien und Termine bereitgestellt. Dazu ermöglicht die Cloud eine schulbezogene Kommunikation und Zusammenarbeit miteinander aus der Ferne.

Lernangebote für einzelne Schulstufen

Auf der bereits vorhandenen Plattform des Niedersächsischen Bildungsservers (nibis) werden dazu weitere unterschiedliche Lernangebote für Lehrkräfte, Eltern sowie Schüler bereitgestellt. Dies umfasst Unterrichtsmaterialien für einzelne Schulstufen und Fächer, Link-Listen, Apps sowie andere Angebote.

„Die Tablets sind mit Lernsoftware ausgestattet und haben in Übungsphasen einen hohen Aufforderungscharakter für die Schüler“, sagt Silke Beckmann, Schulleiterin der Grundschule. Digital gestützte Lernphasen gehörten zum schulischen Alltag und könnten mit dem Präsenzunterricht mit den Schülern eingeübt werden, so Beckmann weiter. Sie freue sich zudem besonders über die schnelle Abwicklung bei der Anschaffung und die Unterstützung der Verwaltung.

„Die Finanzhilfe des Bundes auf digitale Endgeräte ermöglichte eine zeitnahe Anschaffung der Geräte“, so Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Er hoffe, dass derartige Programme keine Eintagsfliege bleiben, weil aktuell wegen der Corona-Krise besonderer Bedarf bestehe. Die Geräte sind vor allem für Schüler aus sozial benachteiligten Familien gedacht, die sich die Anschaffung solcher Geräte nicht leisten können.

52 Millionen für den Digitalpakt Schule

In Niedersachsen stehen über den Digitalpakt Schule bis zum Jahr 2024 insgesamt 522 Millionen Euro für den Ausbau einer IT-Infrastruktur bereit. Davon kommen 470 Millionen Euro vom Bund, 52 Millionen stellt das Land.

Jede förderberechtigte Schule mit mehr als 60 Schülern bekommt dadurch einen Sockelbetrag von 30 000 Euro. Eine Schule mit weniger Lernenden erhält 500 Euro je Schüler. Dieser Betrag ist für eine Grundausstattung, Erweiterung oder Erneuerung mit Wlan und Anzeigegeräte gedacht, aber auch für die Anschaffung digitaler Endgeräte. Zudem gibt es noch einen Kopfbetrag, der etwa für öffentliche Schulen bei rund 445 Euro pro Schüler liegt.

Neue Fahrradständer installiert

Die Herbstferien wurden in der Grundschule dafür genutzt, um einige Arbeiten in Angriff zu nehmen. Auf dem Vorplatz der Schule wurden durch den Bauhof der Gemeinde Fahrradständer installiert.

Bisher haben die Schüler ihre Räder am Geländer zum Mühlenbach befestigt. Dieses Vorgehen hat in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt, da die Zufahrt für Lkw und Paketdienste zu eng wurde. Derzeit nutzen sehr viele Schüler das Fahrrad, um zur Schule zu kommen. Auch für die Lehrkräfte und die Mitarbeiter wartete am ersten Schultag nach den Ferien eine Überraschung: Der Förderverein der Grundschule finanzierte 15 Schutzscheiben als zusätzlichen Hygieneschutz – eine wichtige Maßnahme in Zeiten von Corona.

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