Kein zusätzlicher Schallschutz nötig: Projekt an der Bahnhofsstraße nimmt letzte Hürde

Grünes Licht für neue P+R-Anlage in Bienenbüttel

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Weil viele Pendler vom Pkw auf den Zug umsteigen, sind freie Parkplätze in Bienenbüttel ein rares Gut. Mit dem Bau einer Park-und-Ride-Anlage an der Bahnhofstraße soll nun Entlastung geschaffen werden.

Bienenbüttel – Der geplante Bau einer Park-und-Ride (P+R)-Anlage an der Bahnhofstraße in Bienenbüttel hat die letzte Hürde übersprungen.

Inga Heitmann, Fachbereichsleiterin

Wie Fachbereichsleiterin Inga Heitmann jetzt im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde berichtete, wurde inzwischen eine schalltechnische Untersuchung für die Anlage vorgenommen, um die Auswirkungen des Verkehrslärms auf die benachbarte Wohnbebauung zu ermitteln. Diese Untersuchung hatte das Gewerbeaufsichtsamt gefordert.

Das Ergebnis ist für die Gemeinde positiv. „Die Grenzwerte werden eingehalten, es kommt zu keiner Änderung des Entwurfes“, teilte Heitmann dem Ausschuss mit. Es seien keine weiteren Maßnahmen zum Schallschutz erforderlich geworden. Das Verfahren für den Bau der Parkplätze könne somit wie geplant zum Abschluss gebracht werden.

Einstimmig – bei einer Enthaltung von Reinhard Schelle-Grote (Grüne) – empfahl der Ausschuss, den Entwurf des Bebauungsplans für die P+R-Anlage zu beschließen. „Wir erwarten ziemlich kurzfristig, dass wir den Förderbescheid bekommen. Wir wollen dann schnellstmöglich mit der Ausschreibung beginnen“, sagte Heitmann.

Wie berichtet, sieht die Planung 59 Pkw-Stellplätze auf der P+R-Anlage vor. Hinzu kommen 16 Fahrradstellplätze, teilweise in Boxen. Die Schaffung zusätzlicher Parkflächen an der Bahnhofstraße ist erforderlich geworden, weil viele Pendler, vor allem in Richtung Harburg, vom Auto auf die Bahn umsteigen. Der Grund ist der Beitritt des Landkreises Uelzen in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV), der mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wirksam wird.

Schon jetzt sind die Straßen im Nahbereich des Bienenbütteler Bahnhofs aufgrund des mangelnden Angebots an Stellplätzen weitgehend zugeparkt. Außerdem wird der Bereich der Geschäftszone durch Parksuchverkehr stark belastet. Mit dem Bau der P+R-Anlage soll dort kurzfristig Entlastung geschaffen und der Umstieg vom Auto auf die Bahn weiter gefördert werden.

Vom 24. Juli bis zum 26. August war der Entwurf des Plans für die P+R-Anlage im Bienenbütteler Rathaus ausgelegt worden. Von der Öffentlichkeit seien dazu keine Stellungnahmen abgegeben worden, wohl aber von den Behörden, sagte Heitmann. Die Abwägungsvorschläge seitens der Gemeindeverwaltung zu den Stellungnahmen hätten nur zu geringfügigen Klarstellungen und Ergänzungen der Begründung geführt, erklärte sie. Der Satzungsbeschluss des Plans im Fachausschuss war somit ein „Selbstläufer“.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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