Ein Bäumchen für neue Erdenbürger

Großer Familienandrang bei traditioneller Pflanzaktion in Bienenbüttel

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34 Kinder wurden im letzten halben Jahr in Bienenbüttel geboren. Die Familien von 22 von ihnen holten sich ein Bäumchen für den Nachwuchs ab.

Bienenbüttel – Konrad, Frieda, Dean, Mathilda, Otto und die anderen stehen im Mittelpunkt des sonnigen Nachmittags. In besonderer Weise wird ihr Geburtstag gefeiert.

Alle Neugeborenen mit ihren Familien aus der Einheitsgemeinde Bienenbüttel sind von Gemeinde und Kirchengemeinden in die Markthalle eingeladen. 34 Kinder sind im letzten halben Jahr geboren und 22 Lütte sind auch vor Ort.

Bei Familie Charbonnier aus Wichmannsburg ist die zweite Tochter geboren: Marlene Anna. 

Bürgermeister Merlin Franke heißt die neuen Erdenbürger mit Geschwistern, Eltern und Großeltern willkommen. „Angefangen mit dieser Feier, die in einer Baumpflanzaktion mündet, haben wir 2008“, berichtet er. „Es ist heute die 22. Aktion. Seitdem sind hier 427 Obstbäume verschenkt worden.“ Er dankt dem Verwaltungsteam Elke Doll, Franziska Braun-Ludolfs, Nick Eggers und Gärtner Christian Friedrich für die viele Vorarbeit. Pastor Tobias Heyden erwähnt nebenbei, dass er den Kalender für Tauftermine dabei habe.

Erstaunlicherweise ist gar kein Geschrei und Gebrüll. Manch Kleines schlummert im Kinderwagen oder auf dem Arm, mancher braucht seine Milch, viele sind mit aufgeweckten Augen dabei. Verzückte Blicke von Großeltern ruhen auf dem Nachwuchs.

Dann werden die Babys mit wenigen Sätzen vorgestellt: „Unserer ist ein gelassener Kerl, der sehr gerne nachts durchschläft“ – „Es macht uns so viel Freude!“ – „Er ist ganz entspannt.“ Zu Recht viele stolze Worte. Prachtkinder. Darunter auch zweimal Zwillinge.

Jonna Beckmann aus Grünhagen, wohl behütet bei Vater Timo.

„Wir haben uns einen Kirschbaum ausgewählt und auch schon einen Platz ausgesucht“, berichtet Timo Beckmann aus Grünhagen. Seine Tochter Jonna hat er umgeschnallt und die Kleine ist sichtlich zufrieden.

Nach Eitzen wandert ein Birnbaum. Bent ist das vierte der Familie Päper. Bei der Familie Charbonnier aus Wichmannsburg ist die zweite Tochter da. Marlene Anna fällt allein durch den üppigen, dunklen Haarwuchs auf. Oma und Opa aus Wieren sind auch dabei.

Nach dem Kaffeetrinken geht es nach draußen, wo schon die großen Obstbäumen, mit Namen versehen, an die Wand gelehnt sind. Nacheinander werden die Namen aufgerufen und oft genug helfen die Geschwisterkinder beim Tragen der jungen Bäume.

Am Schluss sammeln sich alle für ein gemeinsames Gruppenfoto. Sichtlich entspannte, zufriedene Menschen mehrerer Generationen.

VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

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