Anschlussfreischaltung erfolgt kontinuierlich / Steddorf ist zentraler Verteiler

Glasfaserausbau: „Es geht Schritt für Schritt weiter“

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Die Arbeiten am Glasfasernetz laufen nach wie vor im Landkreis. Insgesamt 1.400 Kilometer Glasfaser werden in der Region verbaut. 

Steddorf/Landkreis – 1.400 Kilometer Glasfaser werden im Landkreis Uelzen verlegt. „Das entspricht der Strecke von Uelzen bis zum Schiefen Turm von Pisa“, sagt Sebastian Stark von der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Eine Aufgabe, die den Landkreis noch bis Ende des Jahres 2020 in Anspruch nehmen wird und 125 Millionen Euro kostet. Doch nicht nur die Kabel müssen verlegt, sondern auch 20 Hauptverteiler-Stationen errichtet werden. Eine dieser Stationen ist jetzt in Steddorf in Betrieb gegangen.

„Man kann sich das Ganze wie eine zentrale Vermittlungsstelle vorstellen, wie es sie früher für Telefone gab“, sagt Stark. An der Point of Presence (PoP) genannten Hauptverteiler-Station in Steddorf werden insgesamt 846 Anschlüsse des Clusters zusammengeführt und mit dem Rechenzentrum in Lüneburg verbunden. Insgesamt können 1.500 Haushalte am PoP in Steddorf angeschlossen werden. Das Besondere am Steddorfer PoP ist, dass er einer von später zwei ist, die für die Verbindung mit dem Rechenzentrum in Lüneburg sorgen und für die Verteilung auf die andern PoPs sorgen wird. Zwei gibt es laut Stark, um mögliche Ausfälle zu kompensieren.

„Jetzt sieht man, dass sich die Arbeit, die man vorher geleistet hat, gelohnt hat“, sagt Steddorfs Ortsvorsteher Andreas Meyer, der zur Zeit der Vermarktung täglich Klinken in Steddorf geputzt hat. Er habe solange seine Runden gedreht, bis er von jedem eine Antwort bekommen habe. Für Steddorf, aber auch für andere Ortsteile Bienenbüttels wie Eitzen I oder Bornsen sei der jetzt gestartete Testbetrieb ein Segen, sagt Meyer. „Das wertet den Ort auf und macht ihn zehnmal attraktiver. Vor allem auch für junge Familien“, sagt er. Jetzt sei etwa auch Homeoffice möglich, was bisher in Anbetracht der vorigen Verbindungen einfach nicht möglich war.

Der Anschluss weiterer Haushalte an das Glasfasernetz soll jetzt laut Martina Brinkmann von der Lünecom nach und nach erfolgen. Man werde die Eigentümer der vom Landkreis gemeldeten fertiggestellten Anschlüsse nach und nach informieren und mit ihnen den Wechsel auf das Glasfasernetz besprechen. „Es geht Schritt für Schritt weiter“, sagt sie.

VON LARS LOHMANN

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