Polizei geht von „Beziehungsdelikt“ aus

UPDATE: Schwangere (36) stirbt nach Stichverletzungen in Lüneburg - Lebensgefährte festgenommen

Ein Polizei-Fahrzeug
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In Lüneburg kam es am Freitag zu einem Tötungsdelikt, die Polizei ermittelt. (Symbolbild)
  • Mike Höpfner
    VonMike Höpfner
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Nach dem gewaltsamen Tod einer 36-Jährigen am Freitagmorgen in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Lüneburg ermittelt die Polizei mit Nachdruck.

+++ Update, 17.40 Uhr (16. Oktober) +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 36-Jährigen sowie ihres ungeborenen Kindes am Freitagmorgen in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in einem Stadtteil von Lüneburg hat das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwalt Lüneburg am Samstag Haftbefehl gegen den 37 Jahre alten Lebensgefährten erlassen.

Aufgrund der Spurenlage und den Gesamtumständen hatte die Polizei den 37 Jahre alten Mann bereits am gestrigen Tage vorläufig festgenommen. In der Folge konnte ein möglicher (dringender) Tatverdacht erhärtet werden, so dass die Bereitschaftsrichterin am Amtsgericht Soltau heute Haftbefehl erliess. Bereits nach Bekanntwerden der Tat führte die Polizei umfangreiche Spurensicherungs-, Ermittlungs- und Umfeldmaßnahmen durch, bei denen auch weitere Personen aus dem sozialen Umfeld des Opfers u.a. polizeilich befragt und vernommen wurden. Zu weiteren Details und Hintergründen hält sich die Polizei aktuell bedeckt.

Erstmeldung

Lüneburg - Nach seiner Rückkehr entdeckte der tunesische Lebensgefährte der ebenfalls tunesischen Staatsbürgerin die leblose Frau in der Wohnung und verständigte die Nachbarn, die umgehend gegen 11.30 Uhr die Polizei alarmierten.

Nach derzeitigen Ermittlungen erlitt die schwangere Lüneburgerin in den Morgenstunden Stichverletzungen in der Wohnung und verstarb dort. Das vermeintliche Tatwerkzeug, ein Messer, konnte in der Wohnung sichergestellt werden. Die alarmierte Polizei leitete umfangreiche Maßnahmen ein und sicherte den Tatort. Die weiteren Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt und dessen möglichen Hintergründen dauern an.

Zu den weiteren Hintergründen hält sich die Polizei bedeckt, wobei die Ermittler aktuell von einem sogenannten „Beziehungsdelikt“ (spezifische Täter-Opfer-Beziehung im persönlichen Umfeld, d.h. es gibt einen sozialen Zusammenhang zwischen Opfer und Täter) ausgehen.

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