Bienenbütteler organisiert eine DKMS-Registrierungsaktion für seine an Leukämie erkrankte Mutter

Bereits zweite Diagnose für Bienenbüttelerin: Gemeinsam gegen den Krebs

+
Ines Oldenburg (rechts) ist zum zweiten Mal an Leukämie erkrankt. Ihr Sohn Daniel Oldenburg und seine Patentante Ina Stadthagen organisieren eine DKMS-Registrierungsaktion, um einen passenden Stammzellenspender zu finden.

Bienenbüttel. Seit rund acht Monaten gilt Ines Oldenburg als geheilt, als sie im August dieses Jahr zu einer Routine-Kontrolle muss. Das Ergebnis der Untersuchung: Es gibt wieder Auffälligkeiten, eine weitere Knochenmarkpunktion ist nötig.

Anfang September dann die Diagnose: Die Bienenbüttelerin ist zum zweiten Mal an Leukämie erkrankt. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, schaltet „sofort in den Kampfmodus“, wie ihr Sohn Daniel Oldenburg erzählt: „Sie hat gleich gesagt, dass sie für ihre Kinder kämpfen muss. “ Ines Oldenburg hat zwei Kinder: den 21-jährigen Daniel und eine achtjährige Tochter.

Einmal hat Ines Oldenburg den Kampf gegen den Blutkrebs bereits gewonnen, mithilfe der Chemotherapie. „Die wird jetzt nicht helfen“, berichtet Ina Stadthagen, eine gute Freundin von Ines Oldenburg. Die einzige Hoffnung ist eine Stammzellenspende. „Die zweite Diagnose war ein Schock“, beschreibt Daniel Oldenburg seine Gefühle. Aber: „Vor allem war ich sauer und habe mich immer wieder gefragt, warum.“

Schnell war jedoch klar: „Wir werden zusammen kämpfen“, sagt Daniel Oldenburg. Zusammen mit Ina Stadthagen und drei weiteren Helfern nahm er Kontakt zur DKMS auf. Die DKMS – früher Deutsche Knochenmarkspenderdatei – veranstaltet regelmäßig in ganz Deutschland Aktionen, bei denen sich Menschen als Stammzellenspender registrieren und typisieren lassen können. In der vergangenen Woche war Mitarbeiterin Nicola Wenderoth in Bienenbüttel, um mit Familie Oldenburg über eine Registrierungsaktion in der Ilmenauhalle zu sprechen. Mit Erfolg: Am Sonnabend, 28. Oktober, von 11 bis 16 Uhr können sich Freiwillige in der Ilmenauhalle registrieren lassen.

Als Spender kommt jeder gesunde Mensch im Alter von 17 bis 55 Jahren in Frage, erklärt Wenderoth. Die Registrierung an sich sei eine schnelle Sache: „Nach dem Ausfüllen der Einverständniserklärung werden mit einem Wattestäbchen Abstriche von der Wangenschleimhaut genommen.“ Diese werden im Labor auf Gewebemerkmale untersucht. „Die Merkmale von Patient und Spender müssen nahezu hundertprozentig übereinstimmen, damit eine Stammzellenspende möglich ist.“ Ist ein passender Spender gefunden, gibt es zwei Wege, die Stammzellen zu entnehmen: „In etwa 80 Prozent der Fälle werden sie durch ein spezielles Verfahren aus dem Blut entnommen“, sagt Wenderoth. Bei nur 20 Prozent komme es zu einer Entnahme aus dem Knochenmark unter Vollnarkose.

„Wir wollen natürlich einen passenden Spender für Ines finden“, sagt Ina Stadthagen. Doch selbst wenn kein potenzieller Spender für seine Mutter dabei ist, sei die Aktion keinesfalls umsonst, betont Daniel Oldenburg: „Dann kann vielleicht ein anderes Leben gerettet werden.“

Von Florian Beye

Mit einer Stammzellspende Leben retten

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare