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Gemeinde Bienenbüttel muss dreimal so viel für Gas bezahlen

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Von: Jannis Wiepcke

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Schwimmbecken des Waldbads in Bienenbüttel
Müssen alle, die gerne ihre Bahnen im Bienenbütteler Waldbad schwimmen, bald tiefer in die Tasche greifen? Dieses Szenario droht, wenn die Energieeinsparungen der Gemeinde nicht zum gewünschten Erfolg führen. © Beye, Florian

Der Gemeinde Bienenbüttel liegt eine Gaspreiserhöhung vor – und die hat es wirklich in sich: „Der Gaspreis für Gebäude wird sich verdreifachen“, verkündete Bürgermeister Dr. Merlin Franke am Freitag in seiner Ansprache beim Bienenbütteler Schützenfest.

Bienenbüttel - Von den über dreißig Liegendschaften, die die Gemeinde Bienenbüttel unterhält, zeigen sich die Auswirkungen, für die Bürger besonders deutlich am Beispiel des Waldbades. Laut Franke müsste der Eintrittspreis Stand jetzt um 50 Prozent angehoben werden, um den Anstieg der Heizkosten von 20 000 Euro auf 60 000 Euro zu kompensieren.

Trotz der negativen Entwicklungen sollen für den Haushalt 2023 aber noch keine höheren Energiekosten eingestellt werden. Wie es bereits im zurückliegenden Gemeinderat durch Bauamtsleiterin Inga Heitmann zur Sprache kam, hat sich die Gemeinde Bienenbüttel zum Ziel gesetzt, „durch gezielte Energiesenkungen und eine noch stärkere Sensibilisierung als bisher“ die Energiekosten zu halten. Mehrere Energiesparmaßnahmen sollen aus diesem Grund nach und nach umgesetzt werden.

Die Raumtemperatur in allen Dorfgemeinschaftshäusern, soll auf 16 Grad Celsius gesenkt werden – davon ausgenommen ist das Dorfgemeinschaftshaus Grünhagen, das zurzeit eine Kita-Gruppe beheimatet. Ein komplettes Ausschalten der Heizungsanlagen, wie es im Gemeinderat bereits gefordert wurde, sieht die Verwaltung dagegen insbesondere in den Wintermonaten kritisch: Es bestehe die Gefahr, dass die Gebäude auskühlen und dann wiederum massiv aufgeheizt werden müssen, ebenso könnte es zu Schimmel und Stockbildung kommen, hatte Inga Heitmann vor dem Gremium erklärt. Bei der Feuerwehr Bienenbüttel ist laut der Verwaltung keine Reduzierung der Raumtemperatur oder Abschaltung der Heizungsanlagen möglich, da die Feuerwehr Bienenbüttel als Stützpunktfeuerwehr jederzeit in Bereitschaft ist und dafür auch die beheizten Raum- und Wassertemperaturen zwingend notwendig

Dafür soll die Raumtemperatur in allen Büroräumen auf einen Mindestwert von 20 Grad Celsius gesenkt werden, welcher auch von der Arbeitsstättenverordnung vorgegeben wird. Zu einer Stromeinsparung soll die deutliche Reduzierung der Leuchtzeiten für die Straßenlaternen in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel führen (AZ berichtete).

Ob die Sparmaßnahmen der Gemeinde von Erfolg gekrönt sein werden, wird sich erst abschließend mit der Jahresabrechnung sagen lassen, erklärt die Verwaltung.

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