Hansestadt Lüneburg plant Erhöhung um 15 Cent pro Kubikmeter/ In zwei Jahren weiterer Anstieg geplant

Gebühren für Schmutzwasser-Entsorgung steigen

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Seit Beginn des Jahres ist die Gebühr für die Schmutzwasser-Entsorgung in Lüneburg um 15 Cent gestiegen. 2020 ist mit einer weiteren Erhöhung zu rechnen.

Lüneburg – Die Gebühren in der Hansestadt Lüneburg bleiben überwiegend konstant, nur beim Schmutzwasser gibt es ab diesem Monat eine Änderung. Das hat der Rat der Hansestadt Lüneburg jetzt beschlossen.

Bei den Abwassergebühren unterscheidet die Hansestadt seit 2005 zwischen einer Gebühr für die Beseitigung von Schmutzwasser und einer von Niederschlagswasser. Während Letztere ebenfalls unverändert bleiben soll, werden die Gebühren zur Beseitigung von Schmutzwasser erhöht.

Die regelmäßigen Unterhaltungs- und Reparaturkosten für das städtische Kanalnetz und das Klärwerk würden besonders ins Gewicht fallen, erklärt Stadtkämmerin Gabriele Lukoschek. Auch der Wandel von landwirtschaftlicher Entsorgung des Klärschlamms zu einer thermischen Entsorgung sei mit höheren Kosten verbunden. Zuletzt schlügen auch die steigenden Personalkosten in dem Bereich zu Buche. Hintergrund dafür seien Neueinstellungen und Tariferhöhungen.

Um auch künftig kostendeckend arbeiten zu können, wird nun die Gebühr um 15 Cent auf 1,45 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser erhöht. Ab Anfang 2020 kommt laut Lukoschek eine weitere Preissteigerung auf 1,65 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser hinzu. Damit liege Lüneburg im Vergleich zu ähnlich großen Städten in Niedersachsen bei den Gebühren für Schmutzwasser immer noch im unteren Bereich, sagt die Kämmerin.

Sie rechnet vor, wie sich die Kostensteigerung finanziell für die Bürger der Stadt Lüneburg auswirkt: Ausgehend von einem normalen Schmutzwasserverbrauch würde sich die Gebühr für einen Zwei-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus im Jahr 2019 von 117 Euro auf 130,50 Euro pro Jahr erhöhen. 2020 komme eine weitere Erhöhung von 18 Euro auf jährlich 148,50 Euro hinzu.

Ein Vier-Personen-Haushalt zahlt dementsprechend in den nächsten zwei Jahren insgesamt 63 Euro mehr für die Schmutzwasserbeseitigung.

Berechnet werden die Gebühren jeweils nach den tatsächlichen auftretenden Kosten. Die Gebühren müssen die Kosten decken, dürfen diese aber nicht wesentlich übersteigen.

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