Feuerwehrschutzausschuss berät Haushalt für das kommende Jahr

Bienenbüttel: Funk muss digitalisiert werden

Der Feuerschutzausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung zahlreiche Maßnahmen und Investitionen für das kommende Jahr diskutiert. Eine der Hauptmaßnahmen ist die Umstellung des Funks auf digitale Technik. Foto: dpa
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Der Feuerschutzausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung zahlreiche Maßnahmen und Investitionen für das kommende Jahr diskutiert. Eine der Hauptmaßnahmen ist die Umstellung des Funks auf digitale Technik.

Bienenbüttel – Die Atemschutzgeräte der Gemeindefeuerwehr Bienenbüttel sind veraltet und werden umgerüstet: Dieses Vorhaben wird die Gemeinde im nächsten Jahr rund 6000 Euro kosten.

Diese und andere Haushaltsposten standen bei der jüngsten Sitzung des Feuerschutzausschusses in Bienenbüttel zur Beratung an.

Aufwandssumme beträgt 149.300 Euro

Gemeindebrandmeister Dirk Giere legte dem Ausschuss eine umfangreiche Liste mit Maßnahmen vor. Für die Unterhaltung des beweglichen Vermögens wurde ein Betrag von 18.000 Euro angemeldet; bisher belief sich die Summe auf 12.000 Euro.

Der Mehraufwand in Höhe von 6000 Euro ist auf die Umrüstung der Atemschutzgeräte zurückzuführen. Diese verfügen über einen sogenannten „Bodyguard“, eine spezielle Sicherheitseinrichtung. Diese gibt bei Bewegungslosigkeit des Feuerwehrmannes ein akustisches Signal ab. Da die Atemgeräte zu alt sind, können die Atemschutzgeräte in der jetzigen Form nicht weiter betrieben werden. Ein Austausch würde allerdings noch höhere Kosten nach sich ziehen. Die Ortsbrandmeister sprachen sich dafür aus, die Atemschutzgeräte umzurüsten und ohne Sicherheitseinrichtung einzusetzen.

Für Aus- und Fortbildung sind Haushaltsmittel in Höhe von 10.000 Euro angesetzt. Der Ansatz für Dienst- und Schutzkleidung konnte von 25.000 Euro auf 16.000 Euro verringert werden. Dank einer Großspende konnten alle Feuerwehrkameraden mit verbesserter und einheitlicher Einsatzkleidung ausgestattet werden.

Für die Erhaltung der Fahrzeuge sind 27.000 Euro vorgesehen. Die Aufwandssumme für das Feuerwehr-Budget beträgt 149.300 Euro, führte Sachbearbeiterin Silke Rieth für die Verwaltung aus. Bei der Mittelanmeldung für dieses Jahr war auch ein Betrag von 4000 Euro für Schlauchersatz eingestellt, der im neuen Schlauchverband auf Landkreisebene zum Einsatz kommen sollte. Da dieser Verband seine Arbeit aber noch nicht aufnehmen konnte, wurden die Haushaltsmittel für 2021 erneut eingeplant. Die Ortswehren haben ihre Anforderungen und Prioritätenlisten eingereicht – ganz oben stehen zusätzliche technische Geräte wie beispielsweise Hebel- und Brechwerkzeuge, Atemschutzmasken, Handlampen, Werkzeugkästen, ein Steckleiterteil oder ein Kompressor.

Funk wird 2021 digitalisiert

Als vordringliche Investition wird die Beschaffung von Digitalfunkgeräten für den Einsatzstellenfunk in den Haushalt eingestellt. Die Umstellung von der analogen zur digitalen Betriebsart soll ab 2021 im Landkreis Uelzen einheitlich erfolgen. Die alten Funkgeräte mit antiquierter Technik werden außer Dienst gestellt. Die Kosten für diese Umstellung auf Digitalbetrieb belaufen sich auf 44.200 Euro. Insgesamt machen die Investitionen, die priorisiert werden, einen Betrag von 63.000 aus.

Für die Beschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) 20 für die Ortswehr Bienenbüttel sind Mittel von 215.000 Euro vorgesehen.

Zur besseren Planungssicherheit der Feuerwehr ist für die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF-W) für die Ortswehr Beverbeck ein Betrag von rund 5000 Euro eingestellt worden, der sich nach dem Beschaffungspreis des Fahrzeuges der Hohnstorfer Wehr richtet. Das Fahrzeug der Wehr in Beverbeck sei veraltet und benötige mehr Reparaturbedarf als andere Fahrzeuge, erklärte Silke Rieth dem Ausschuss.

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