Mitgliedsbeitrag soll 2018 steigen

Fünf Neue am Steuer: Verein Bürgerbus Bienenbüttel befördert mehr Fahrgäste

Sie sitzen seit dem vorigen Jahr am Steuer des Bürgerbusses (von links): Michael Kutschera, Christine Müller, Wilfried Schröder, Bernhard Böhnke und Gisela Schulz.
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Sie sitzen seit dem vorigen Jahr am Steuer des Bürgerbusses (von links): Michael Kutschera, Christine Müller, Wilfried Schröder, Bernhard Böhnke und Gisela Schulz.

Wichmannsburg. Das dürfte weit über die Grenzen des Landkreises hinaus einmalig sein: Der Bürgerbus Bienenbüttel bringt Menschen, die selbst nicht mehr mobil sind, im Gemeindegebiet zum Arzt und zur Massage, zum Einkauf oder zum Besuch bei Freunden und Verwandten.

Dahinter stehen 20 ehrenamtliche Fahrer, fünf mehr als im Vorjahr. Das ist nur eine der Zahlen, die bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Donnerstag in Wichmannsburg genannt wurden.

„Ich bin dabei, weil es mir Freude macht, Auto zu fahren und Leute zu unterstützen, die nicht vor Ort wohnen“, erzählt etwa Christine Müller, die seit dem vorigen Jahr am Steuer sitzt. Mehr als 35 000 Kilometer legte der Bürgerbus 2016 zurück. Jeder Fahrer ist einmal im Monat dran und bringt es im Durchschnitt auf 140 Kilometer oder zehn Fahrten.

„Das ist nicht nur Autofahren, sondern wir tragen häufig auch den Einkauf oder eine Kiste Wasser ins Haus“, erklärt zweiter Vorsitzender Fritz Torner. „Und unsere Fahrgäste schütten uns oft ihr Herz aus.“ Im Sommer, wenn viele Fahrer im Urlaub sind, steigt die Belastung deutlich an.

Die Zahl der Mitfahrberechtigten – das sind die Mitglieder, die den Dienst des Bürgerbusses nutzen – hat deutlich zugelegt: von 2300 im Jahr 2015 auf insgesamt 2529. „Morgens ist es knackevoll“, berichtet Torner. Der Verein verweist die Fahrgäste deshalb fürs Einkaufen nach Möglichkeit auf den Nachmittag. Der Vormittag ist für Arzttermine reserviert.

Der Verein finanziert sein Angebot ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Letztere sollen 2018 voraussichtlich steigen, und zwar von bislang zehn Euro jährlich auf 24 Euro – zwei Euro monatlich, wie Torner betont. So haben es die Kassenprüfer vorgeschlagen. Der zweite Vorsitzende verweist auf regelmäßige Kosten: „Jedes Jahr ein großer Kundendienst, jedes Jahr ein Satz Reifen“, rechnet Torner vor. „Und wir werden in zwei Jahren ein neues Fahrzeug brauchen.“ Das ist mit den jetztigen Beiträgen und Spenden nicht sicher zu finanzieren.

Bedenken gab es durchaus bei den Mitgliedern. Aber am Ende waren alle im Wichmannsburger Gemeindehaus für die Anpassung. Fritz Torner verwies darauf, was eine einzige Fahrt mit dem Taxi koste.

Wahlen: Es gibt jetzt eine zweite Kassiererin. Gewählt wurde für diesen Posten Stephanie Koch, die Monika Clauß entlastet. Michael Kutschera ist Kassenprüfer für die Jahre 2017/18.

Von Gerhard Sternitzke

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