1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bienenbüttel/Lüneburg

Fünf Monate Haft für Holocaust-Leugner

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Das Landgericht Lüneburg verurteilte Holocaust-Leugner Arnold Höfs zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung. Foto: dpa
Das Landgericht Lüneburg verurteilte Holocaust-Leugner Arnold Höfs zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung. © dpa

dpa Lüneburg. Das Landgericht Lüneburg hat den 81 Jahre alten Holocaust-Leugner Arnold Höfs zu fünf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Der Angeklagte stand gestern wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung vor der 7. Kleinen Strafkammer, wie Gerichtssprecher Stefan Stodolkowitz mitteilte.

Der Mann soll den Holocaust verharmlost haben. Zu Beginn des Prozesses gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning im April 2015 soll der 81-jährige ehemalige Wirtschaftsprüfer im Lüneburger Rittersaal, wo der Prozess wegen des großen Medieninteresses stattfand, entsprechende Flugblätter verteilt haben. Gröning wurde im Juli 2015 wegen Beihilfe zum Mord in 300 000 Fällen zu vier Jahren Haft verurteilt. Journalisten nannten ihn „Buchhalter von Auschwitz“.

Der einschlägig vorbestrafte Höfs war gegen eine Verurteilung zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung durch das Amtsgericht Lüneburg wegen Volksverhetzung in Berufung gegangen.

Das Verfahren gegen den 81-Jährigen musste im Dezember vertagt werden. Er sei gesundheitlich stark angeschlagen, hieß es damals zur Begründung.

Ebenfalls nach einer Verurteilung wegen Volksverhetzung hatte er zuletzt bereits im Jahr 2015 eine Haftstrafe antreten müssen. Deshalb sei die Strafe des Amtsgerichts Lüneburg am gestrigen Montag entsprechend auf fünf Monate reduziert worden, erklärte der Sprecher des Landgerichts.

Auch interessant

Kommentare