Fit für mögliche Katastrophen

Führungskräfte der Feuerwehr Bienenbüttel bilden sich fort

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Fortbildung im Bienenbütteler Feuerwehrhaus: Örtliche Einsatzleitung mit Einsatzwagen. 

Bienenbüttel – Für die Führungskräfte der Ortsfeuerwehr Bienenbüttel stand nun ein weiterer Fortbildungstermin im Dienstplan. Themenschwerpunkt war die Aufstellung und Arbeit einer Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) im eigenen Einsatzgebiet.

Diese ist dann nötig, wenn ein größeres Schadenereignis, ein Katastrophenfall vorliegt. „Im betroffenen Schadensgebiet wird dann in der Regel die ÖEL eingerichtet. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten einer ÖEL liegt in der Führung aller operativ-taktischen Maßnahmen der beteiligen Einsatzkräfte“, erklärt Stefan Kommert, Pressesprecher der Feuerwehr Bienenbüttel. Nach einer Alarmierung wird die ÖEL dann im Feuerwehrhaus eingerichtet. Vorhandene Stellwände werden rausgeholt und daran dann entsprechend geplant: „Im letzten Jahr hatten wir Anfang August ein starkes Unwetter, da sind wir insgesamt 44 Mal ausgerückt“, erzählt Kommert und fügt hinzu: „Anfang November 2016 waren es 23 – da war dieser plötzliche Wintereinbruch mit vielen Schneeabbrüchen.“

Bei der Fortbildung wurden die Kollegen in die Abläufe der ÖEL eingewiesen, auch wurden die Vordrucke durchgesprochen, gezeigt, wo in welchem Ordner die Ablaufpläne abgeheftet sind. „Es kommt darauf an, dass bei so einem hohen Einsatzaufkommen die Kollegen den Überblick behalten“, erklärt Kommert.

Für sogenannte Großschadenslagen gibt es einen dafür vorgesehenen Einsatzleitwagen, von dem aus die Einsatzleitung alles koordiniert. Die Fachgruppe Kommunikation der Feuerwehr Bienenbüttel – geleitet von Ingmar Sannes – nahm das Treffen zum Anlass, vergangene Einsatzabläufe auszuwerten und so mögliche Optimierungspotenziale zu finden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wurden dann auch gleich im Rahmen einer Einsatzvorplanung umgesetzt: Checklisten für den Aufbau einer Einsatzleitung wurden erarbeitet, Formblätter zur Dokumentation für die einzelnen Einsatzstellen erstellt. Auch wurden die Stellwände und Whiteboards dann noch – für eine bessere Übersicht– neu gegliedert und entsprechend gekennzeichnet.

Die Einsatzvorplanung soll am Ende helfen, dass die Einsatzleitung bei Großschadenslagen in Zukunft noch schneller einsatzbereit ist und den Führungsablauf noch besser und Organisierter durchlaufen kann.

VON ROBIN VOGT

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