Jugendliche wollen Domizil im Bienenbütteler Gemeindehaus auf Vordermann bringen

Frischer Wind im Mehrzweckraum

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Jugendbeauftragter Axel Raatz (vorne links) will mit Jugendlichen den auch für sie vorgesehenen Mehrzweckraum im Bienenbütteler Gemeindehaus auf Vordermann bringen. 

Bienenbüttel. Bewaffnet mit Akkuschrauber, Stichsäge, Klebeband, Pinseln und diversem Werkzeug sind sechs Jugendliche am Freitagvormittag angetreten, um den Jugend- und Mehrzweckraum im Bienenbütteler Gemeindehaus zu renovieren.

„Es ist ja auch unser Raum, wir alle sollen später etwas davon haben und uns hier wohlfühlen“, erklärt der 13-jährige Florenz, warum er bei der Aktion in den Osterferien mitmacht.

Bei dem ersten Arbeitseinsatz geht es zunächst darum, „Grund reinzukriegen“, erklärt Axel Raatz, der Gemeindejugendbeauftragte in Bienenbüttel. Und so legen die Jugendlichen den Boden mit Papier aus, kleben Steckdosen, Lichtschalter und Fußleisten ab, damit diese später beim Streichen nicht mit angemalt werden. Sie ziehen alte Nägel, Schrauben und Dübel aus den Wänden, spachteln die dadurch entstandenen Löcher zu und bauen auch die zwei alten, braunen Korkwände ab.

Die Wände wollen sie später weiß streichen, wobei letzte Details mit anderen Gruppen noch zu klären sind. Denn der Raum ist eben nicht nur einer für die Jugend, sondern wird auch von einer Flüchtlingsgruppe für Aktivitäten sowie als Schlafgelegenheit für Pilger genutzt.

Dennoch haben die Jugendlichen schon konkrete Vorstellungen, wie sie den Raum nach der Renovierung gestalten könnten. In Absprache mit der Flüchtlingsgruppe soll an eine Wand eine Weltkarte aus Holz angebracht werden, berichtet Axel Raatz. Nur die genaue Gestaltung steht noch nicht fest. „Die Jugendlichen würden gerne blaue LED-Lampen hinter die ausgeschnittenen Kontinente machen“, erzählt Raatz und die sechs Jugendlichen nicken zustimmend. Doch es stehe auch der Vorschlag im Raum, die ganze Wand hinter der Weltkarte blau zu streichen. Ein Termin mit allen beteiligten Gruppen soll Klarheit bringen.

Auch über die spätere Einrichtung haben sich die Jugendlichen bereits Gedanken gemacht: „Wir wollen gerne einen Fernseher oder einen Beamer, am besten mit einer Playstation“, erzählt Florenz. Zudem sei ein weiterer Tischkicker – einer steht bereits in dem Raum – vorhanden.

Wichtig sei auch ein großes Sofa, auf dem Pilger tatsächlich schlafen könnten, sagt die 16-jährige Sarah: „Die Sofas, die bislang hier drin standen, sind klein und durchgesessen.“ Ein paar Bilder könnten nach Vorstellung der Jugendlichen das Gesamtbild abrunden, „vielleicht eine coole Skyline oder so“, sagt der 14-jährige Nico. Doch bis es an solche Details geht, haben die Jugendlichen noch eine Menge Arbeit vor sich.

Von Florian Beye

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