Gemeinde und WTG planen kostenloses WLAN-Netz

Freifunk für Bienenbüttel

Die Bahnhofstraße in Bienenbüttel.
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In einem ersten Schritt sollen im Kernort Bienenbüttel die Bahnhofstraße sowie die benachbarten Lindenstraße und Marktstraße mit einem öffentlichen WLAN-Netz ausgestattet werden. Weitere Standpunkte sollen folgen.
  • Daniel Bieling
    VonDaniel Bieling
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Bienenbüttel – Einkaufen, ein Schaufensterbummel, mal eben die Mails auf dem Smartphone checken – und bemerken, dass schon wieder das Datenvolumen aufgebraucht ist. Gegen dieses Ärgernis wollen die Gemeinde Bienenbüttel und die WTG jetzt angehen und ein freies WLAN-Netz im Ort aufbauen.

„Die Idee: Etwa alle 50 Meter wird eine WLAN-Antenne installiert, sodass am Ende von der Kirche bis zum Bahnhof ein stabiles WLAN-Netz besteht“, erklärt Björn Pamperin, Pressesprecher der WTG. Um das Projekt zu realisieren, rufen WTG und Gemeinde die Händler und Anlieger der Bahnhofstraße auf, sich zu beteiligen. „Denn wie der Name schon sagt: Ein Netz besteht aus der Verbindung vieler einzelner Punkte. Und nur zusammen kann es ganz Bienenbüttel abdecken“, betont Pamperin.

Eigenanteil von 150 Euro pro Geschäft

Pro Geschäft liegt der Eigenanteil bei einmalig 150 Euro, erklärt Janin Ellenberg, die bei der Gemeinde für die Digitalisierung zuständig ist. Daneben unterstützt die WTG das Projekt mit 1500 Euro, die Gemeinde gibt 4000 Euro hinzu. Wer zuerst bestellt, erhält dabei auch zuerst eine WLAN-Antenne. Sind die Mittel ausgeschöpft, steht das Paket laut Ellenberg ohne Bezuschussung für 500 Euro zum Erwerb.

Bürgermeister Dr. Merlin Franke sieht das Geld gut angelegt: „Die Gemeinde verspricht sich zum einen die Förderung des Tourismus sowie der Wirtschaft und zum anderen eine steigende Attraktivität von Bienenbüttel. Besonders für junge Menschen wäre ein freies WLAN sehr wünschenswert.“ Aktuell werde noch bis zum 18. Juli auf Rückmeldung von Teilnehmern gewartet, einige liegen laut Franke jedoch auch schon vor. Man stehe schon in den Startlöchern, um in die Umsetzung zu gehen.

Ausbau soll nach und nach erfolgen

Zunächst sollen im Kernort Bienenbüttel die Bahnhofstraße sowie die Nebenstraßen Lindenstraße und Marktstraße mit dem Freifunk ausgestattet werden. „In einem zweiten Schritt wollen wir im Herbst das Netz ausgehend von den Liegenschaften der Gemeinde ausweiten und auch hier einen Startpunkt setzen“, erklärt Franke. Standorte könnten hier das Feuerwehrhaus oder das Gemeindehaus sein.

So soll nach und nach das gesamte Gebiet der Einheitsgemeinde mit kostenlosem WLAN versorgt werden. Doch was, wenn Dörfer keine öffentlichen Gebäude haben? Hier arbeite man an privaten Kooperationen, schildert Franke. In Wulfstorf gebe es dazu beispielsweise schon erste Ideen.

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