Im Freibad nachts um drei...

Reges Treiben im Becken: Auf seine Gäste kann sich das Bienenbütteler Freibad bei jedem Wetter verlassen. Foto: Bautsch-Ludolfs

Bienenbüttel. Wasserscheu sind die Menschen aus Bienenbüttel und Umgebung wahrlich nicht. Bei dem trüben Schmuddelwetter am Wochenende, bei dem viele gar nicht aus dem behaglichen Haus mögen, zog es Massen an Freizeitsportlern hinein ins Waldschwimmbad zum siebten 24-Stunden-Schwimmen. Schon eine Stunde nach Beginn waren 130 Schwimmer verzeichnet, insgesamt waren es 179.

„Unsere bekannten Badegäste sind darunter, die Teilnehmerzahl ist spitzenmäßig“, freute sich Schwimmmeister Jens Weissmann.

„Natürlich sind wir dabei und nicht das erste Mal“, bekennen Mareike Polednik (13 Jahre) und ihre Freundin Emmelie Pauli (10 Jahre). Gerade haben die beiden 1200 Meter Schwimmstrecke hinter sich gebracht, bibbern ein wenig und wärmen sich kurz mit Bademantel und Jacke auf. „Letztes Jahr habe ich 15100 Meter geschafft, diesmal möchte ich die längste Nachtstrecke zurücklegen“, hofft Mareike motiviert und entschlossen. Ihr Zelt zum Ausruhen zwischendurch hat sie natürlich auf der Liegewiese aufgestellt.

Emsig ist ein Stammteam dabei, jeden Schwimmer im Blick zu behalten und für jede geschwommenen hundert Meter, also eine Runde, einen entsprechenden Strich in Listen einzumarkieren, die dann zusammengerechnet werden.

Moderator Peter Hellström sitzt im Turm und hat entsprechend Übersicht. Er ermutigt die Schwimmer, erklärt ihnen dass es für 770 geschwommene Meter eine Bronzemedaille, ab 1550 Meter einer Silbermedaille und ab 3050 Meter eine Goldmedaille gibt. Außerdem stehen acht Pokale und Sachpreise bereit, für längste Schwimmstrecken nach Gruppen.

Die Ergebnisse werden online veröffentlich (www.bienenbüttel.de). Zeitgleich werden Fotos und Zahlen bei facebook gepostet.

Wegen eines Gewitters musste zwischendurch für 45 Minuten unterbrochen werden. Der Regen hörte nachts um 3 Uhr auf, aber später dröppelte es wieder los.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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