17-Jährige stellt für ihr Hobby Triathlon vieles hinten an

Franka Rust (17) aus Grünhagen: Mit klaren Prioritäten zum Erfolg

Zuletzt Fünfte in ihrer Altersklasse beim Europa-Cup: Für ihren Triathlon-Erfolg setzt die 17-jährige Franka Rust aus Grünhagen klare Prioritäten. Freizeit bleibt kaum.
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Zuletzt Fünfte in ihrer Altersklasse beim Europa-Cup: Für ihren Triathlon-Erfolg setzt die 17-jährige Franka Rust aus Grünhagen klare Prioritäten. Freizeit bleibt kaum.

Grünhagen/Bienenbüttel – Sportlich aktiv ist Franka Rust schon immer gewesen: Fußball, Laufen, Reiten. Über ihren Stiefbruder kam sie dann irgendwann auch zum Triathlon.

Vor vier Jahren stand sie vor der Entscheidung: Eigenes Pferd oder sich intensiver dem Triathlon widmen? Sie entschied sich für die Sportart, die aus Laufen, Schwimmen und Radfahren besteht. Mit Erfolg. Ende August ist die 17-Jährige Fünfte beim Europa-Cup in ihrer Altersklasse geworden.

„Damit hätte ich niemals gerechnet“, ist Franka Rust zufrieden. Es war für sie einer der ersten Wettkämpfe seit etwa einem Jahr. „Die Konkurrenz war sehr stark.“ Zudem sei ein internationales Rennen noch einmal etwas anderes als solche auf Landes- oder Bundesebene. „Deswegen war ich einfach unfassbar glücklich mit dieser Platzierung“, sagt Franka Rust im Gespräch mit der AZ.

18 bis 25 Stunden Training pro Woche

Für ihren Erfolg muss die Grünhagenerin ganz klare Prioritäten setzen. Es gibt feste Trainingstage mit dem Team vom RSC Lüneburg, für den sie startet. Hinzu kommen individuelle Einheiten. Letztlich bringt sie nach eigenen Angaben zwischen 18 und 25 Stunden wöchentlich für ihr Hobby auf. „Gerade beim Schwimmen muss ich viel investieren, um besser zu werden“, weiß Franka Rust. Laufen dagegen falle ihr leichter.

Schule und Hobby unter einen Hut zu bekommen, habe bislang ganz gut geklappt, erzählt die Zwölftklässlerin, die die Lüneburger Wilhelm-Raabe-Schule besucht. Schon bevor die Schule morgens losgeht, absolviere sie häufig gegen 5.30 oder 6 Uhr ihre erste Trainingseinheit. Auch Freistunden nutze sie regelmäßig für eine Laufrunde. „Ich habe dann meine Sportklamotten mit, fahre zu meinem Vater, der in Lüneburg wohnt, und gehe danach frisch geduscht wieder in die Schule“, erklärt die junge Frau.

Gerne geht sie auch in und um Grünhagen laufen. „Hier ist wenig los. Es ist schön, aus der City rauszukommen.“ Das Schwimmtraining mit der Mannschaft hat in diesem Sommer häufig in den Abendstunden im Bienenbütteler Waldbad stattgefunden. Für Franka Rust eine optimale Gelegenheit. Denn die Wassertemperatur dort ist ein bis zwei Grad wärmer als im Lüneburger Freibad Hagen. „Ich bin eine Frostbeule“, gesteht die Triathletin.

Keine Partys mit den Freundinnen

Neben Schule und Training bleibt wenig Freizeit, Treffen mit Freunden können oft nur in den Saisonpausen stattfinden. Und Partys? Daran ist nicht zu denken. „Ich brauche das nicht, abends lange zu feiern oder Alkohol zu trinken“, sagt Franka Rust und fügt schmunzelnd hinzu: „Meine Freundinnen haben es langsam aufgegeben, mich mit auf Partys schleppen zu wollen.“

Sie ordnet eben einiges unter für ihren Erfolg. Schließlich will sie ihr nächstes großes Ziel erreichen: Qualifikation für die Junioren-WM. „Für Deutschland zu starten, ist ein großer Traum für mich“, blickt Franka Rust zuversichtlich voraus. VON FLORIAN BEYE

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