Kindergärten in Bienenbüttel bauen ihre Betreuungszeiten aus / Krippe kommt 2013

Flexibilität ist gefragt

Ab 2013 gibt es im evangelischen Kindergarten in Bienenbüttel eine weitere Krippengruppe für die Einwohner. Ob angebaut oder umgebaut werden muss, steht allerdings noch nicht fest. Foto: Ph. Schulze

Bienenbüttel. Flexible Zeiten – vormittags und nachmittags, gerne auch differenziert nach Tagen. So wünschen sich Bienenbüttels Eltern das Betreuungsangebot für ihre Jüngsten, wenn man der Umfrage in Kindergärten und Schulen glaubt, die die Gemeinde durchgeführt hat.

Auf ihr und den erwarteten Geburtenzahlen basiert das neue Betreuungskonzept, das der Verwaltungsausschuss nun abgesegnet hat. Zudem musste der Rechtsanspruch auf Krippenplätze berücksichtigt werden, der von August 2013 bundesweit gilt. Jede Kommune muss dann für 35 Prozent ihrer unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz vorhalten.

Von dem 1. August dieses Jahres an werden die Betreuungszeiten in den beiden Kindergärten Bienenbüttels stärker auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt. Derzeit werden im DRK-Kindergarten 68 Kindergartenkinder in zwei Vormittagsgruppen (8 bis 12 Uhr beziehungsweise 8 bis 14 Uhr) und einer Familiengruppe (13 bis 17 Uhr) betreut. Während in klassischen Kindergartengruppen 25 Kinder Platz haben, werden in einer Familiengruppe 13 Kindergarten- und fünf Krippenkinder untergebracht. Zudem hält Bienenbüttels DRK-Kindergarten derzeit bereits eine Krippengruppe für 15 Kinder vor. Ab August sollen die Zeiten in den beiden Vormittagsgruppen grundsätzlich auf 14 Uhr erweitert werden. Optional kann Mittagessen oder die Sonderöffnungszeit von 7 bis 8 Uhr dazu geordert werden. Pro Haushaltsjahr fallen durch die erweiterten Zeiten 9000 Euro mehr Personalkosten an. Im evangelischen St.-Michaelis Kindergarten werden die Kosten laut VA-Beschluss im Jahr 24 000 Euro mehr an Personal kosten, da zwei Erzieher zusätzlich gebraucht werden. Dort werden derzeit vier Vormittagsgruppen (drei von 8 bis 12 Uhr und eine von 8 bis 14 Uhr) und eine Integrationsgruppe (13 bis 17 Uhr) betreut. In der Integrationsgruppe ist Platz für 14 Kindergartenkinder und vier Krippenkinder. Mit den erweiterten Öffnungszeiten wird eine weitere Vormittagsgruppe, also dann zwei von vieren, von 8 bis 14 Uhr geöffnet sein. Die Mehrkosten der individuellen Sonderöffnungszeiten werden durch die Eltern, entsprechend ihrer Einstufung nach der Sozialstaffel, getragen. Bei den angepassten Öffnungszeiten rechnet die Verwaltung nun mit einer Vollbelegung der Kindergärten bis 2013. Anfang des nächsten Jahres steht dann die Einrichtung einer weiteren Krippengruppe an – im DRK-Kindergarten gibt es bereits eine, eine weitere soll im evangelischen Kindergarten entstehen. Rund 35 000 Euro rechnet die Gemeinde für die Schaffung der Krippenplätze. „Wir wissen derzeit aber noch nicht, ob ein Umbau der Räume im Kindergarten reicht. Das war zuerst angedacht. Aber inzwischen ist klar, dass noch Brandschutzfragen geklärt werden müssen. Vielleicht muss dann doch angebaut werden.“, berichtet Sachbearbeiter Heinz-Georg Pochanke.

Von Wiebke Brütt

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