Bienenbüttel: Verwaltung stellt Teilergebnisse zur Siedlungsentwicklung vor

13 Flächen fürs Wachstum

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Bauamtsleiterin Inga Heitmann, Bürgermeister Dr. Merlin Franke und Stadtplanerin Astrid Pesel (von links).

Bienenbüttel. Die Einheitsgemeinde Bienenbüttel ist in vielen Bereichen wie Schule, ÖPNV, Energie- und Frischwasserversorgung gut aufgestellt. Das haben Untersuchungen im Rahmen des Arbeitskreises Flächennutzungsplanung ergeben.

Bürgermeister Dr. Merlin Franke und Bauamtsleiterin Inga Heitmann stellten am Donnerstagabend der Öffentlichkeit Zwischenergebnisse der Beratungen vor.

Verstärkt hat sich der Arbeitskreis dem Thema Siedlungsentwicklung gewidmet und mögliche Flächen für Baugebiete ermittelt (AZ berichtete). Von 85 Flächen sind nach den Gesprächen mit den Eigentümern 13 übrig geblieben. „Wir können nicht einfach Baugebiete in die freie Landschaft ausweisen“, erklärt dazu Stadtplanerin Astrid Pesel. Die Gebiete müssten städtebaulich integriert sein. In den Ortsteilen gehe es vorwiegend darum, bauliche Lücken zu schließen.

Einige der präsentierten Flächen sind noch mit Fragezeichen versehen. „Diese sind noch nicht abschließend abgeklärt“, erläutert Pesel. Lediglich eine mögliche Baufläche hat man im Kernort Bienenbüttel ermittelt, wobei Franke diese als „die unwahrscheinlichste“ für ein Baugebiet bezeichnet. Die weiteren Flächen sind in Bargdorf, Beverbeck, Bornsen, Edendorf, Hohenbostel, Niendorf, Rieste, Steddorf und Wichmannsburg.

Ohne Zuzug würde Bienenbüttel stark schrumpfen, betont Franke. Am Beispiel des Jahres 2016 macht er das deutlich: 86 Gestorbenen stehen lediglich 53 Neugeborene gegenüber, 373 Menschen sind weggezogen, 463 zugezogen. Macht insgesamt ein Plus von 57. „Aber: In den Jahren, in denen man nicht wächst, schrumpft man deutlich“, sagt der Verwaltungschef. Deshalb sei es wichtig, neue Bauflächen auszuweisen. „Bis auf Edendorf, Rieste und Steddorf ist aber noch kein Beschluss gefasst“, erklärt er. Verwaltung und Politik sei es wichtig, die Anwohner frühzeitig zu informieren. Und das Interesse der Bürger ist groß.

Von Florian Beye

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