1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bienenbüttel/Lüneburg

Ein Feuerwehrhaus im Eigenbau

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lars Lohmann

Kommentare

Ortsbrandmeister Michael Ehlers vor dem neuen Riester Feuerwehrhaus. 3350 Stunden Eigenleistungen sind laut Ehlers beim Bau bisher erbracht worden. Foto: Lohmann
Ortsbrandmeister Michael Ehlers vor dem neuen Riester Feuerwehrhaus. 3350 Stunden Eigenleistungen sind laut Ehlers beim Bau bisher erbracht worden. © Lohmann

Rieste. Das Einsatzfahrzeug steht schon auf dem Stellplatz bereit und es sind nur noch kleinere Arbeiten am neuen Riester Feuerwehrhaus zu erledigen. So fehlt etwa noch der Türstopper an der Eingangstür oder hier und da eine Lampe.

Drei Wochenenden haben die Feuerwehrleute und andere Riester Helfer noch Zeit, um die letzten Arbeiten am neuen Domizil zu erledigen. Denn am Sonnabend, 13. Mai, soll um 12.30 Uhr die offizielle Schlüsselübergabe erfolgen. Gleichzeitig lädt die Feuerwehr zum Tag der offenen Tür ein.

„Wir haben bisher 3350 Stunden Eigenleistung in den Bau investiert“, berichtet Ortsbrandmeister Michael Ehlers. Dabei seien aber nicht nur die Mitglieder der Feuerwehr aktiv gewesen, sondern das ganze Dorf habe geholfen – wie etwa der Dorfverein und andere Freiwillige, die weder beim Dorfverein oder der Feuerwehr Mitglied sind. Dies sei nicht selbstverständlich und mache auch den Zusammenhalt in Rieste deutlich. So wurde etwa der Dachstuhl mit Hilfe eines örtlichen Zimmerers in Eigenleistung errichtet. Insgesamt 50 bis 60 Tage habe man am neuen Feuerwehrhaus gewerkelt. Fast immer sonnabends, weil die meisten berufstätig sind.

„Eigentlich haben wir hier fast alles in Eigenleistung gemacht bis auf Beton, Mauern und Estrich“, sagt Ehlers. Derjenige, der etwas von der Materie versteht, habe die anderen eben angeleitet und aufgepasst, dass alles richtig erledigt werde. „Wichtig war nur, dass Einer dabei immer den Hut auf hatte und sagte, wo es lang geht“, so der Ortsbrandmeister. So habe eben besagter Zimmerer beim Dachstuhl das Sagen gehabt oder der gelernte Sanitär- und Heizungsbauer bei der Montage von Heizung und Sanitäranlagen. Ansonsten habe sich jeder da eingebracht, wo er helfen konnte. „Dachziegel kann ja schließlich jeder hochtragen“, meint Ehlers.

Mit dem neuen Feuerwehrhaus sei er insgesamt sehr zufrieden. Vor allem der Stellplatz für das Fahrzeug sei jetzt größer und zeitgemäß. Der Aufenthaltsraum, in dem die Schulungen stattfinden, hingegen sei etwas kleiner, aber entspreche vollkommen den Anforderungen der Zeit.

Die Feuerwehr wird das neue Domizil nicht vollkommen allein nutzen. „In erster Linie ist das Gebäude zwar ein Feuerwehrhaus, aber auch der Dorfverein wird das Gebäude nutzen“, berichtet Ortsbrandmeister Ehlers. Das neue Feuerwehrhaus sei für das ganze Dorf da.

Von Lars Lohmann

Auch interessant

Kommentare