Werkzeugakku geht in Flammen auf – schneller Einsatz verhindert Zerstörung des Bauernhauses

Einsatz in Bienenbüttel: Feuerwehren verhindern Großbrand in letzter Minute

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Rund 60 Einsatzkräfte waren am Dienstagabend bei einem Zimmerbrand auf einem Bauernhof in Bienenbüttel im Einsatz.

Bienenbüttel – Ein explodierter Akku eines namhaften Werkzeugherstellers löste am Dienstagabend in einem Bauernhaus in Bienenbüttel einen Zimmerbrand im ersten Obergeschoss aus.

Die Bewohner des Hauses entdeckten das Feuer sehr schnell und meldeten den Brand über den Notruf der Einsatzleitstelle.

„Um 19.51 Uhr kam der Einsatz und wir waren zum Glück sehr schnell vor Ort“, erklärt Stefan Kommert, Pressesprecher der Feuerwehr Bienenbüttel auf Nachfrage der AZ. Durch das schnelle Eingreifen konnte eine Brandausbreitung auf das gesamte Bauernhaus verhindert werden. „Wären wir zehn Minuten später da gewesen, wäre das Feuer vielleicht schon durch eine Mauer durchgeschlagen, und in der direkt ans Haus angrenzenden Scheune lagerten Stroh und Heu“, so Kommert.

Nur, weil die Feuerwehr schnell vor Ort war, konnte ein größeres Feuer verhindert werden.

Mehrere Feuerwehrtrupps waren mit Atemschutz in der verqualmten Wohnung im Einsatz. Brandgut wurde aus der Wohnung gebracht und abgelöscht. Anschließend wurde die Wohnung mit einem Überdruckbelüfter wieder rauchfrei gemacht. „Man kann sich das wie einen Windgenerator vorstellen, der dann den Rauch aus dem betroffenen Raum aus dem Haus pustet“, erläutert Kommert. Vorher muss die Feuerwehr einen Weg durch das Gebäude für den Qualm festlegen – zum Beispiel, indem Türen geschlossen oder Fenster geöffnet werden.

Zum Schutz der Einsatzkräfte war ebenfalls die DRK-Bereitschaft mit drei Rettungswagen vor Ort. Im Verlauf des mehrstündigen Einsatzes wurde eine Feuerwehrfrau leicht verletzt und musste durch den Rettungsdienst behandelt werden. Weitere verletzte Personen oder Tiere gab es nicht, die Bewohner des Hauses konnten das Gebäude selbstständig verlassen.

Neben den Feuerwehren Bienenbüttel und Hohenbostel waren auch die Ortsfeuerwehren Rieste, Eitzen I, Beverbeck, Vahrendorf und Bornsen vor Ort – insgesamt rund 60 Einsatzkräfte. Nach zweieinhalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden und das Einsatzgerät in den Feuerwehrhäusern wieder für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. „Gegen 23 Uhr waren wir wieder voll einsatzbereit“, erzählt Kommert.

Warum der Akku eines Werkzeuges sich beim Ladevorgang entzündet hatte, ist nicht bekannt. „Man sollte Akkus nie unbeaufsichtigt laden und vor allem niemals überladen“, rät Kommert.  rv

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