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Feldhasenpopulation im Kreis Uelzen auf hohem Niveau

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Von: Jannis Wiepcke

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Feldhase auf dem Acker
Die größten Bestände an Feldhasen gibt es laut dem Kreisjägermeister Heinrich Hellbrügge in den Ackerregionen. © DPA

Die Bestandszahlen des „Osterboten“ – dem Feldhasen – haben im vergangenen Jahr in Niedersachsen weiter zugenommen. Im Kreis Uelzen hat sich derweil nur wenig getan – ein Grund zur Sorge ist das aber nicht.

Bornsen/Landkreis - Pünktlich zu den Festtagen gibt es gute Nachrichten zum Feldhasen: „Der Bestand ist langfristig gesichert“, gibt der Bornsener Kreisjägermeister Heinrich Hellbrügge Entwarnung. In den vergangenen Jahren habe er zwar „keine großen Unterschiede“ in der Feldhasenpopulation beobachten können, dafür sei die Anzahl der Langohren aber bereits seit Längerem verhältnismäßig hoch gewesen. Pro 100 Hektar ist damit in etwa eine Zahl von zehn bis 20 Feldhasen gemeint. Die größten Bestände gibt es in den Ackerregionen.

Für ganz Niedersachsen gibt die Landesjägerschaft einen Wert von etwa 14 Individuen an, die sich 2021 auf einem Quadratkilometer finden ließen – 2019 waren es noch zwei Hasen weniger gewesen. Aufgrund des kalten Frühjahrs, des kalten Monats April und Dauer- und Starkregenphasen in den Monaten Juli und August fiel der Zuwachs allerdings geringer aus als im Vorjahr.

„Die Jungtiere sind den ganzen Tag allein auf dem Acker“, erklärt Hellbrügge. Wenn es stark regne, sei die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie dort verenden, während die Hasenmama unterwegs sei. Letztendlich haben aber auch im vergangenen Jahr genug Tiere überlebt, da es im restlichen Jahr verhältnismäßig trocken gewesen ist. Nennenswerte Krankheitswellen waren laut Hellbrügge nicht zu beklagen.

Der Feldhase profitierte darüber hinaus von dem Umstand, dass die Bejagung seiner Fressfeinde, zu denen beispielsweise Marder und Füchse zählen, weiter vorangetrieben wurde. Dabei ging es gar nicht vorrangig um den Schutz des kleinen Säugetiers, das trotz dem einen oder anderen von ihm verursachten Fressschaden außerordentlich gut akzeptiert wird: Im Kreisgebiet sind beispielsweise in Bad Bevensen und Bienenbüttel Programme angelaufen, mit denen der Bestand an Bodenbrütern wie Kiebitzen, Feldlerchen oder Rebhühnern gesichert werden soll. Im Rahmen dessen werden auch die Fressfeinde des Feldhasen intensiver bejagt.

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